Auf der Südautobahn ist es am Montagnachmittag bei Mäharbeiten zu einem schweren Unfall mit einem Todesopfer und zwei Schwerverletzten gekommen. Ein Lkw raste in ein Absicherungsfahrzeug und löste damit eine Kettenreaktion aus. Die Autobahn in Richtung Wien war für Berge- und Aufräumarbeiten gesperrt.
„Ein Lkw ist aus noch unbekannter Ursache auf ein Absicherungsfahrzeug der ASFINAG aufgefahren“, informiert Polizeisprecher Mario Nemetz auf „Krone“-Anfrage am Nachmittag.
Wenig später war klar, wie tragisch dieser Unfall war: ASFINAG-Mitarbeiter führten Mäharbeiten an der Böschung durch – mit einem Unimog samt Mäheinrichtung. Dahinter befand sich eine Straßenkehrmaschine und als Abschlussfahrzeug ein Absicherungs-Lkw mit Aufprallschutz.
Ein Fahrzeug schob sich in das nächste
Aus bislang unbekannter Ursache fuhr gegen 14 Uhr ein italienischer Sattelzug gegen das Heck des Absicherungs-Lkw. Dabei wurde der Absicherungs-Laster auf das Heck der Straßenkehrmaschine und diese wiederum auf das Heck des Mähfahrzeuges geschoben.
47-Jähriger eingeklemmt und schwer verletzt
Durch die Wucht des Anpralls wurde der Lenker des Sattelzugs, ein 47-jähriger italienischer Berufskraftfahrer, im Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Die Feuerwehr musste ihn bergen. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der Mann vom Team des Rettungshubschraubers C 11 in das Klinikum Klagenfurt eingeliefert.
Für den Lenker des Absicherungs-Lkw, einen 42-jährigen Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land, kam jede Hilfe zu spät und er verstarb noch an der Unfallstelle. Der Lenker der Straßenkehrmaschine wurde schwer verletzt und nach medizinischer Erstversorgung in das UKH Klagenfurt eingeliefert. Die Fahrzeuginsassen des Mähfahrzeuges blieben unverletzt.
Autobahn stundenlang gesperrt
Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Wien stundenlang für Berge- und Aufräumarbeiten gesperrt werden. Eine Umleitung durch das Stadtgebiet von Völkermarkt wurde eingerichtet.
Im Einsatz standen die Feuerwehren Völkermarkt, Poggersdorf und Griffen sowie St. Andrä im Lavanttal mit 15 Einsatzfahrzeugen und 85 Einsatzkräften, der Streckendienst der ASFINAG, der ÖAMTC-Rettungshubschrauber C11, Sanitäter des Roten Kreuzes und natürlich die Polizei. Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden durch die Autobahnpolizei Wolfsberg geführt.
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