Ihr Vater, Ex-Innenminister Karl Schlögl, war 27 Jahre lang Bürgermeister in Purkersdorf in Niederösterreich. Seit Montagabend ist Tochter Jasmin Klemmer-Schlögl nun Bürgermeisterin. Was sie im neuen Amt als erstes machen wird, verrät sie der „Krone“.
Erst vor zwei Wochen trat Stefan Steinbichler als Bürgermeister von Purkersdorf zurück – jetzt hat er eine Nachfolgerin: Jasmin Klemmer-Schlögl, die Tochter des roten Ex-Innenministers Karl Schlögl. Die Wahl der 42-Jährigen ging im ersten Anlauf den anderen Parteien wohl etwas zu schnell. Beim ursprünglichen Termin am 30. Juni erschienen überhaupt nur die SPÖ-Mandatare – und die Wahl platzte.
Erste Wahl ging schief
Die ÖVP sprach von roten „Tricksereien“, weil an diesem Tag kaum Vertreter anderer Fraktionen Zeit gehabt hätten. Man wollte davor noch „wichtige Themen mit der Kandidatin klären“, heißt es sowohl von der ÖVP als auch von der Liste Baum. Obwohl die SPÖ-Kandidatin schon seit 2025 Stadträtin für Familien, Bildung und Gesundheit ist. In der Stadt im Wienerwald gebe es dennoch einen „Quasi-Stillstand“, wie Josef Baum verlautbart. Auch im Jahr 1989 hätte die Liste Schlögls Vater gewählt – aber auch erst im dritten Anlauf.
„Bin stolz auf meinen Vater“
Jasmin Klemmer-Schlögl schmunzelt auf die Frage zur eigenen Familie. „Für mich ist der Nachname nicht relevant, auch wenn ich natürlich wahnsinnig stolz bin auf meinen Vater“, sagt sie. Beim zweiten Anlauf am Montag bekam sie schließlich genügend Stimmen. „Ich möchte meinen eigenen Weg gehen“, sagt sie erleichtert. Thema Nummer eins sei natürlich die finanzielle Situation der Gemeinde: „So wie vielen anderen geht es uns momentan nicht gut.“
Unter den insgesamt 29 anwesenden Mandataren bekam Klemmer-Schlögl 20 Stimmen. Acht bekam Martin Koller von der ÖVP, eine Stimme war ungültig. „Ich möchte auch den Gemeinderat wieder mehr vereinen“, sagt die Bürgermeisterin abschließend. Immerhin gibt es dort momentan sieben verschiedene Fraktionen.
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