Wie auch die Fans

Brasilien-Star weinte nach WM-Aus hemmungslos

Brasilien weint – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dem Ausscheiden gegen die Norweger um Erling Haaland gehen berührende Videos um die Welt, die zeigen, wie groß Bedeutung des Fußballs am Zuckerhut und nun die Enttäuschung sind. Trainer Ancelotti will indes weitermachen und ein neues Team aufbauen. 

Haaland traf doppelt, Brasilien ist damit so früh wie seit 36 Jahren nicht mehr raus bei der Fußball-WM. Die Stars vom Zuckerhut sind fassungslos, wie dieses Interview des 34-jährigen Casemiro zeigt, der seine Tränen nicht halten konnte.

WM-Fluch gegen Europäer geht weiter
Wieder einmal wurde eine europäische Nation den Brasilianern zum Vergängnis: Seit dem Titel 2002 ist man bei jeder WM gegen eine europäische Nation ausgeschieden: 2006 gegen Frankreich, 2010 und 2014 gab es Niederlagen gegen die Niederlande – danach folgten Pleiten gegen Belgien (2018) sowie Kroatien (2022). Auch die kleinsten Fans sind nun nach dem WM-Aus gegen Norwegen unendlich traurig.

Ancelotti wird bleiben
Trainer Carlo Ancelotti, der im Mai 2025  als erster ausländischer Nationaltrainer Brasilien übernommen hatte, will weitermachen und die Seleção jetzt neu aufbauen. „Ich finde, wir hätten den Sieg verdient gehabt“, sagte er. „Wir wussten, dass sie so spielen können – sie haben versucht, durch Ballbesitz die Intensität des Spiels hochzuhalten. Wir hatten das Spiel 70 Minuten lang im Griff, aber Haaland hat es dann doch entschieden.“

Carlo Ancelotti will in Brasilien ein neues Team aufbauen.
Carlo Ancelotti will in Brasilien ein neues Team aufbauen.(Bild: EPA/Antonio Lacerda)

Ancelotti, dessen Vertrag bis 2030 läuft, will gleich wieder an die Arbeit gehen: „Eine Niederlage ist der Beginn eines neuen Abenteuers. Wir müssen uns weiter verbessern und neue Ideen finden. Das ist kein Ende, sondern der Beginn eines neuen Zyklus“, erklärte er und ist mit seiner gewohnten Gelassenheit bereit, den Erneuerungsprozess zu leiten: „Ich finde, die Arbeit war gut. So ist Fußball eben, manchmal muss man mit der Enttäuschung einer Niederlage umgehen. Daran bin ich gewöhnt.“ CBF-Sportdirektor Rodrigo Caetano bestätigte Ancelotti: „Er ist unser Trainer und wird es im nächsten WM-Zyklus auch sein.“

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