Neues vom Apfel

Apple startet mit Leopard – DRM-lose MP3s billiger

Elektronik
17.10.2007 15:19
Apple hat bekanntgegeben, dass sein neues Betriebssystem Mac OS X Leopard und die Leopard Server-Software ab 26. Oktober weltweit ab 18 Uhr in Apple Retail Stores und im Apple Fachhandel erhältlich sein werden. Außer in Österreich natürlich, wo man den Nationalfeiertag begeht. Außerdem neu aus Cupertino: Im iTunes-Store werden die Preise für DRM-freie Musik gesenkt.

Mac OS X 10.5 Leopard wird für 129 Euro pro Einzelanwender-Lizenz angeboten. Steve Jobs sagte in der Ankündigung mit einem Seitenhieb auf das bis zu 500 Euro teure Windows Vista: "Jeder bekommt die 'Ultimate'-Version von Leopard mit allen Features für nur 129 Euro!" Außerdem gibt es noch das Mac OS X Leopard Family Pack, eine 5-Anwender-Lizenz, für 199 Euro. Die Mac OS X Server Version 10.5 Leopard kostet 59 Euro (10-Client Edition) bzw. 929 Euro für die Lizenz für eine unbeschränkte Anzahl von Clients.

Unter dem Preisdruck der Konkurrenz hatte Apple indes Musik ohne Kopierschutz in seinem Online-Shop iTunes erheblich billiger gemacht. Statt bisher 1,29 Dollar werden kopierschutzfreie Songs künftig wie alle anderen 99 US-Cent kosten. In Europa wurden die Preise für die DRM-losen MP3s ebenfalls auf 0,99 Euro-Cent gesenkt.

Apple ist unangefochtener Marktführer bei legalen Musik-Downloads in den USA mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent. Zuletzt erschienen jedoch neue aggressive Wettbewerber: Der Online-Einzelhändler Amazon.com verkauft Musik ohne Kopierschutz ab 89 US-Cent pro Song, beim Einzelhandelsriesen Wal-Mart gibt es die meisten MP3-Dateien für 94 Cent. Beobachter vermuten, dass Musikkonzerne den iTunes-Konkurrenten günstige Konditionen bei kopierschutzfreien Songs gewährt haben, um die Marktmacht von Apple einzudämmen. Jüngsten Gerüchten zufolge würde Branchenprimus Universal Music als Gegenpol zu iTunes gern einen eigenen Internet-Shop zusammen mit den Konkurrenten Sony BMG und Warner Music aufbauen.

Verbraucher schätzen kopierschutzfreie Musik, weil sie auf allen Musikplayern abgespielt werden - und eben beliebig oft kopiert werden kann. Die Musikindustrie versuchte lange, so genannte DRM-Software durchzusetzen (Digital Rights Management), die die Weiterverbreitung von digitaler Musik unter Kontrolle bringen sollte. Die Flut illegaler Kopien konnte sie damit jedoch nicht stoppen.

Als Apple vor einigen Jahren den iTunes Store aufbaute, bekamen die Songs eine restriktive DRM verpasst: Sie können normalerweise nur auf den firmeneigenen iPod-Musikplayern abgespielt und nur einige Male auf CDs gebrannt werden. Im Februar appellierte Jobs an die Musikindustrie, den Kopierschutz aufzugeben. Im Mai startete Apple unter der Marke iTunes Plus den Verkauf von kopierschutzfreier Musik zunächst aus dem Katalog des EMI-Konzerns.

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