Im April erhalten Tausende Stromkunden der Salzburg AG ihre Jahresabrechnungen. Nicht immer sind die Kosten für Kunden aber auch auf den ersten Blick nachvollziehbar. Die „Krone“ hat beim Energieunternehmen nachgefragt. Teils ist die Netzgebühr höher als die Stromkosten.
Die neuen Rechnungen der Salzburg AG sind, wie berichtet, übersichtlicher geworden. Schon auf dem Deckblatt ist klar ersichtlich, wie hoch das Guthaben oder die Nachzahlung ist und wie der neue monatliche Teilbetrag aussieht.
Beim Erstbezug auf Durchschnittsverbrauch eingestuft
Ein Kunde, der 40 Euro im Monat bezahlte, hatte eine Gutschrift von 90 Euro. Dennoch wird der neue Betrag mit mehr als 85 Euro berechnet. Dabei steckt der Teufel im Detail. „Jede Wohnung wird beim Erstbezug auf den Durchschnittsverbrauch von rund 3500 Kilowattstunden eingestuft“, erklärt ein Sprecher der Salzburg AG.
Der Kunde hatte den Monatsbetrag gleich zu Beginn auf 40 Euro senken lassen – der auch gepasst hat, wie die Abrechnung zeigt. Woher kommt dann die neue Vorschreibung von 85 Euro? „In diesem Fall wurde erst ab Juli Strom bezogen und es gibt daher kein Durchrechnungsjahr. Deshalb wurde automatisch die Ersteinstufung als Referenz herangezogen“, so der Sprecher. Der Stromkunde musste auch mehr für die Netzdienstleistungen zahlen als für den eigentlichen Strom. „Das hängt mit den Pauschalen zusammen. Diese Fixkosten sind bei geringerem Verbrauch relativ hoch.“
„Manche gehen auf Nummer sicher“
Jeder Kunde kann sich die Höhe der monatlichen Zahlung anpassen lassen. „Manche gehen auch auf Nummer sicher und erhöhen die Zahlungen, damit sie keine hohen Nachforderungen bekommen.“ Das geschieht meist, wenn zusätzliche Bewohner einziehen oder neue Geräte mit höherem Verbrauch angeschafft werden.
Mittlerweile nutzen auch mehr als 10.000 AG-Kunden die Möglichkeit der monatlichen Abrechnung. Im abgelaufenen Rechnungsjahr hatten 27.800 Kunden ein Guthaben, 18.100 mussten etwas nachzahlen.
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