28.09.2007 08:36 |

"Music Tap"

Audiosignale übers Stromnetz

Was beim Internet schon möglich ist, möchte der Hersteller Pioneer nun auch im Audiobereich mit dem neuen System „Music Tap“ etablieren: Statt über eine aufwändige Verkabelung sollen Lautsprecher über den Stromkreislauf in den eigenen Räumlichkeiten angesteuert werden können. Das System besteht aus einer Basisstation und Lautsprechern in verschiedenen Ausführungen. Die Basisstation sendet das Audiosignal direkt über die Stromleitung an die Lautsprecher, unabhängig davon, in welchem Raum sich diese befinden. Die Auswahl der Musik bzw. der Audioeingangsquelle lässt sich dabei über Fernbedienung von jedem Lautsprecherstandort aus steuern.

Während das System in Deutschland gerade erst auf dem Markt eingeführt wird, ist es in Österreich bereits seit einem Dreivierteljahr im gut sortierten Fachhandel erhältlich. „Das System ist genial und funktioniert innerhalb eines Stromkreises auch tadellos. Für einen durchschlagenden Markterfolg ist das Konzept aber noch zu wenig bekannt“, so das Resümee von Erwin Hobecker von Pioneer Austria.

Ein Hindernis für die rasche Marktverbreitung dürfte aber auch der Verkaufspreis des Systems sein. So wird das Starter-Kit um 499 Euro angeboten. Darin enthalten sind das Basissystem, ein großer Lautsprecher mit zweimal 25 Watt und ein kleiner Lautsprecher mit fünf Watt Ausgangsleistung. Zusätzliche Lautsprecher kosten in der großen Variante 299 Euro sowie 199 Euro für die kleine Ausgabe.

Die Lautsprecher sind mit einem Bewegungssensor ausgestattet, der automatisch erkennt, wenn eine Person den Raum betritt. In diesem Fall sorgt die Anlage - falls gewünscht - automatisch für die Beschallung. Die Basisstation ist mit fünf verschiedenen Eingängen ausgestattet. Neben zwei USB-Anschlüssen verfügt Music Tap auch über einen Front-Audioeingang und zwei analoge Eingänge.

So können MP3-Player, iPods, USB-Sticks, PCs, aber auch herkömmliche Stereoanlagen angeschlossen werden. Als weiteres praktisches Feature erlaubt das System, in verschiedenen Räumen unterschiedliche Musikquellen anzusteuern. So kann beispielsweise im Wohnzimmer Musik von einem USB-Stick gehört werden, während in der Küche die Lieblingsstücke aus der Stereoanlage erklingen. Für High-End-Audioanlagen ist das System Mangels digitaler Eingänge jedoch nicht geeignet. (pte)

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