"1 Laptop per Child"

Neuester 100-Dollar- Laptop in Wien vorgestellt

Elektronik
21.08.2007 15:36
„Jedem Kind seinen Laptop“ - so das Motto des ambitionierten IT-Entwicklungshilfeprojekts, das Kinder in Entwicklungsländern mit eigens angefertigten Laptops versorgen möchte. Der „XO“ - wie der als „100-Dollar-Laptop“ bekannt gewordene Rechner heißt - wird gerade in Version 3.0 hergestellt. Im Herbst soll die Auslieferung beginnen.

Nicht einmal 30 Zentimeter ist er groß und besticht durch Variabilität. „Jedes Kind soll einen haben und den auch besitzen“, erklärte Leon Aaron Kaplan, einer der Entwickler, im Juni bei der Linuxmesse in der Wiener Urania. Auch ohne funktionierendes Schulsystem will die Initiative den Kindern damit Weiterbildung und ein Spielzeug bieten - im Idealfall beides gleichzeitig.

Mit „Etoys“, einer Software, durch die Kinder selbst ihre Spiele programmieren, wird Verständnis für Mathematik und Physik, für Computersprache und logische Zusammenhänge durch „learning-by-doing“, oder eigentlich durch „learing-by-playing“ vertieft. Programme für Lesen, Schreiben und Musizieren sind bereits vorinstalliert und auch Bücher sollen auf elektronischem Wege zugänglich werden.

Stromversorgung war schwierigstes Kapitel
Größte Herausforderung bei der Entwicklung war die oft mangelnde Stromversorgung in Entwicklungsländern. Die ursprüngliche Idee einer stromerzeugenden Kurbel wurde fallen gelassen, andere kreative Lösungen sind immer noch in Arbeit. Jedenfalls möglich wird der Betrieb mit einer kleinen Solarzelle sein, die schon bei normalem Sonnenschein ausreichend Energie liefern würde. Eine andere Option ist eine Art Jojo, an dem man für zehn Minuten Betrieb eine Minute lang ziehen müsste.

Technologisches Kernstück ist das autonome Netzwerk, das die Computer herstellen. Über so genannte „mesh-repeater“ wird das kabellose Signal von einem Laptop zum nächsten weitergegeben - auch im Ruhezustand. Befinden sich die Rechner in einem Abstand von bis zu 1,4 Kilometern treten sie automatisch miteinander in Verbindung - Telefongespräche, gemeinsame Spiele, sogar Videokonferenzen könnten so fernab jeder Anbieter-Technologie stattfinden. Wie gut die Verteilung in den teilnehmenden Ländern funktioniert kann derzeit noch niemand sagen. „Es ist ein riesiges Experiment“, so Kaplan.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Elektronik
21.08.2007 15:36
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt