Mo, 24. September 2018

Drogenbunker

25.09.2017 20:29

Jugendliche mit Suchtgift versorgt

Direkt aus einer Flüchtlingsunterkunft in Klagenfurt haben Asylwerber aus Afghanistan, Nigeria und dem Irak einen florierenden Drogenhandel aufgezogen und dabei zahlreiche teils auch noch minderjährige Konsumenten mit Cannabis beliefert. Zwei der neun Beteiligten sitzen in Untersuchungshaft.

Vertrauliche Hinweise haben die Kripo auf die Spur der Asylwerber gebracht, die allesamt mit der großen Flüchtlingswelle 2015 nach Kärnten gekommen waren. Die Dealer sollen insgesamt 35 Konsumenten aus dem Raum Klagenfurt sowie in der Steiermark mit Cannabis versorgt haben.

"Bei den beiden Nigerianern besteht zudem der Verdacht, dass diese auch mit Kokain gehandelt haben", erklärt Chefinspektor Gottlieb Schrittesser vom Stadtpolizeikommando Klagenfurt. Der Haupttäter, ein 25-jähriger Afghane, wurde bei einem Suchtgifttransport von Wien nach Klagenfurt mit 1,3 Kilogramm Cannabis gefasst: Der Straßenverkaufswert wird mit 15.000 Euro beziffert.

Zusätzlich soll der Afghane zwei zwölfjährige Landsleute als Drogenkuriere eingesetzt haben. Schrittesser: "Wir haben jedoch große Zweifel, ob das Alter der beiden wirklich stimmt."

Bei Hausdurchsuchungen in der Flüchtlingsunterkunft konnten weitere 200 Gramm Cannabis sowie ein Drogenbunker im Keller aufgefunden werden, ebenso mehrere Mobiltelefone und Suchtgift-Waagen. Drei Asylwerber wurden festgenommen, zwei von ihnen befinden sich bereits in Haft. Die anderen Beteiligten wurden auf freiem Fuß angezeigt.

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"

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