Die ehemalige steirische Landesrätin und aktuelle Grazer SPÖ-Spitzenkandidatin bei der Gemeinderatswahl, Doris Kampus, zeigt sich neuerdings kantiger. Dahinter steckt der steirische PR-Profi Rudi Fußi.
Wofür steht eigentlich die Grazer SPÖ? Das fragten sich bis dato viele Wähler, Spitzenkandidatin Doris Kampus schlingerte etwas durch den Themen-Dschungel zwischen Fußballstadion und Sozialkürzungen. Nun hat die Chefin der Grazer Roten ihr Steckenpferd gefunden, für das sie „brennt“, wie sie im „Krone“-Gespräch sagt: die Gesundheitsversorgung in der steirischen Landeshauptstadt.
Sie ruft angesichts langer Wartezeiten, fehlender Termine und steigender Kosten überhaupt den „Gesundheitsnotstand“ aus: „Nur mehr 19 Prozent aller niedergelassenen Mediziner haben einen Kassenvertrag, bei 81 Prozent müssen die Patienten extra bezahlen.“ Die Aussichten seien nicht rosiger, 44 Prozent der Hausärzte gehen in den nächsten zehn Jahren in Pension. Kampus fordert daher einmal mehr, zur Verbesserung der Versorgung in jedem Grazer Bezirk ein Gesundheitszentrum zu errichten.
Kampus als Gesundheitsstadträtin?
Dass die ehemalige Soziallandesrätin mittlerweile kantiger auftritt, ist dem Engagement eines Kampagnen-Profis zu verdanken: Rudi Fußi, wortgewaltiger und nicht unumstrittener PR-Berater aus Fohnsdorf, bestimmt gemeinsam mit Wahlkampfleiter Patrick Trabi in den verbleibenden Monaten bis zum 28. Juni die inhaltliche Linie. Kampus müsse künftig Gesundheitsstadträtin werden, geben die beiden im Gespräch mit der „Krone“ die Marschrichtung vor.
Fußi – übrigens scharfer Kritiker von SPÖ-Bundeschef Andreas Babler – und Trabi stellen dabei Bürgermeisterin Elke Kahr und Co. die Rute ins Fenster und wollen eine Koalitionsbeteiligung nicht mehr so billig hergeben wie bisher: „Die Zeit der SPÖ als Steigbügelhalter ist vorbei!“
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