Vor zwei Jahren noch galten teure Drahtesel als Diebesgut Nummer 1 in Kärnten – im Vorjahr gingen die Zahlen jedoch (zur Freude aller) stark zurück. Über die Gründe können selbst Experten nur spekulieren.
„Das neue Gold der Kriminellen“ – kaum ein Beutestück war in Kärnten in den vergangenen Jahren bei Kriminellen so heiß begehrt, wie E-Bikes, Rennräder oder Mountainbikes. „Es ist ein sehr lukratives Geschäft“, wie Peter Biedermann von Landeskriminalamt erklärt. „Es gibt kein Beutestück, das man so einfach, so schnell und mit so hohem Gewinn weiterverkaufen kann. Ein E-Bike, das im Geschäft 7000 Euro kostet, bringt man problemlos um 5000 an den Mann.“
Ich kann nur den Rat geben: Nicht mit dem 7000-Euro-Rad zum Badesee oder auf einen Kaffee in die Stadt fahren. Dies kann man auch mit einem billigen Zweitrad.
Ermittler Peter Biedermann vom Landeskriminalamt Kärnten
Das erfreuliche: Diesbezügliche Zahlen sind im vergangenen stark gesunken – von noch 1042 gestohlenen Fahrrädern 2024 auf 758 im vergangenen Jahr. Ein Rekord-Tief, abgesehen von den den „Corona-Jahren“. Doch die Statistik kann täuschen. „Grundsätzlich natürlich sehr positiv – aber das heißt nicht, dass die Täter verschwunden sind“, so Biedermann. Was vor allem die Zahlen aus Klagenfurt belegen: Denn mit 477 Fahrraddiebstählen liegt man damit auf auf Platz vier im Landeshauptstadt-Ranking.
Banden möglicherweise weitergezogen
„Die hohen Zahlen der Jahre davor sind auch auf Kellereinbrüche zurückzuführen, im Zuge dessen gleich mehrere Fahrräder gestohlen worden sind. Mittlerweile hat die Bevölkerung sicherungstechnisch aber offensichtlich aufgerüstet. Bei vielen Einbrüchen bleibt es bei Versuchen.“ Ebenfalls durchaus möglich: Tätergruppierungen, hauptsächlich aus dem osteuropäischen Raum, sind weitergezogen. Denn in der Steiermark sind die Zahlen im Vorjahr – entgegen des allgemeinen Österreichtrends – gestiegen.
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