01.08.2017 17:06 |

Oberste Polizistin

Michaela Kardeis neue Sicherheits-Generalin

Michaela Kardeis wird Generaldirektorin für die öffentliche Sicherheit im Innenministerium. Die ehemalige Vizepräsidentin der Wiener Polizei wurde von der unabhängigen Begutachtungskommission, die am Dienstag getagt hat, als erste unter den vier Bewerbern für das Amt gereiht, wie das Innenministerium bekannt gab. Die 45-Jährige folgt an der Polizeispitze Konrad Kogler nach, der als Landespolizeidirektor nach Niederösterreich wechselt.

"Ich nehme das Ergebnis der Begutachtungskommission als Entscheidungsgrundlage und freue mich ganz besonders, dass künftig eine Frau als Generaldirektorin für öffentliche Sicherheit tätig sein wird", so Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP). Er sieht das Ergebnis auch als "deutliches Zeichen für die zeitgemäße Ausrichtung der heimischen Polizei".

Nach der im Innenministerium getroffenen Personalentscheidung werden nun die Personalvertretung und das Bundeskanzleramt eingebunden. Das Ernennungsrecht kommt dem Bundespräsidenten zu. Wann Kardeis ihr Amt antreten wird, steht daher noch nicht fest. Von diesem Zeitpunkt abhängig ist auch der Wechsel Koglers nach Niederösterreich.

Juristin, Landesbeamtin, Top-Polizistin
Die Juristin Kardeis hat ihr Studium in Salzburg absolviert und ihre Dissertation zum Thema Hausdurchsuchungen geschrieben. Sie war zunächst beim Land Salzburg tätig und wechselte im Jahr 2000 ins Kabinett des damaligen ÖVP-Innenministers Ernst Strasser. 2001 wurde sie Chefin der Bundespolizeidirektion Schwechat - die erste Frau in einem solchen Amt - und im Jahr darauf noch unter ihrem Geburtsnamen Pfeifenberger Vizepräsidentin der Bundespolizeidirektion Wien. Dieses Amt übte sie bis Ende 2016 aus und wechselte dann als Expertin für Trendmonitoring, gesellschaftliche Entwicklung, Führungskräfteentwicklung und gesundheitsförderliches Führen in die Generaldirektion.

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