Lebensrettender Sex

Schwulen-Sex rettet Flusskrebsen das Leben

Wissen
21.11.2006 13:22
Die Natur kann manchmal erbarmungslos sein, zum Beispiel dann, wenn ein Flusskrebs-Männchen im Kampf mit einem Rivalen den Kürzeren zieht und getötet wird. Es sei denn, es lässt sich auf ein kleines Liebesspiel mit dem Konkurrenten ein, wie Forscher der Universität von Georgia herausgefunden haben.

Rangkämpfe sind unter Flusskrebsen an der Tagesordnung. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn nicht in 50 Prozent aller Fälle das schwächere Männchen vom dominierenden Rivalen getötet werden würde.

Die Schwächlinge unter den Krebsen haben jedoch eine Möglichkeit gefunden, ihrem Schicksal zu entgehen, wie Fadi Issa und Donald Edwards von der Universität von Georgia im US-Bundesstaat Atlanta herausgefunden haben. 

Gibt sich das unterlegene Männchen nämlich kurzerhand als Weibchen aus und unterwirft sich in einer Art Pseudo-Sex dem Rivalen, steigen die Überlebenschancen und der Verlierer wird verschont. Der Kraftprotz könne beim gestellten Geschlechtsverkehr seine Männlichkeit unter Beweis stellen, so die Forscher. Zudem helfe das Liebesspiel dem Sieger-Krebs, sich zu beruhigen.

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