14.09.2016 13:00 |

Laut neuer Studien

Ein Glas Rotwein am Tag ist doch nicht so gesund!

Wie heißt's so schön: Ein Glaserl in Ehren kann keiner verwehren! Oder etwa doch? Denn internationale Forscher haben uns den Gusto auf die tägliche Ration Rotwein jetzt ordentlich vermiest. Sie fanden nämlich heraus, dass der dunkle Rebensaft nicht so wohltuend für unsere Gesundheit ist.

Bislang hieß es ja immer, ein Gläschen Rotwein am Tag sei gut für die Gesundheit. Der Rebensaft sei genauso gut für die Herzfunktion und Muskelstärke wie ein einstündiges Work-out. Und auch der Figur soll der Genuss von Blaufränkischem, Zweigelt oder Merlot nicht schaden. Im Gegenteil: Ein paar Schluck am Tag machen sogar schlank, frohlockten Rotweinliebhaber.

Doch was ist dran am Zaubertrank-Image, das dem Rotwein anhaftet? Aktuell lassen eine Reihe von Studien, die im August auf dem Europäischen Kardiologiekongress in Rom vorgestellt wurden, an dessen Heilkraft zweifeln.

Positive Wirkung auf Herz und Gefäße?
So haben dänische Wissenschaftler über einen Zeitraum von 20 Jahren mit 19.000 Krankenschwestern an einer Studie gearbeitet, bei der Fragebögen, in denen Patienten Angaben zu ihrem individuellen Alkoholkonsum gemacht haben, mit Daten zu Todesursachen und Gesundheitsstatus aus dem dänischen Krankenhausentlassungsregister abgeglichen wurden. Dabei wurden weitere Gesundheits-, Lebensstil- und psychosoziale Faktoren freilich ausgeklammert. Dennoch überraschte das Ergebnis. Denn gemäßigter Alkoholkonsum habe sich demnach gar nicht auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit der Patienten ausgewirkt - weder positiv noch negativ.

Auf dem Kongress wurde zu diesem Thema noch eine weitere Studie vorgestellt, die an dem positiven Image des Rotweins kratzt. Israelische und amerikanische Forscher wollten im Rahmen einer Studie nämlich herausfinden, welchen Einfluss gemäßigter Alkoholkonsum auf die Entwicklung von Arterienverkalkung bei gut eingestellten Diabetes-Patienten hat. Dazu wurden die Probanden in drei Gruppen aufgeteilt, denen täglich jeweils 150 Milliliter Mineralwasser, Weißwein oder Rotwein zu trinken gegeben wurde. Das Ergebnis: Der Rebensaft hat keine messbaren Veränderungen der Gefäß- oder Halsschlagadervolumen vorhergerufen.

Doch kein Glaserl in Ehren?
Grundlegend gilt also: Auf das Gläschen in Ehren müssen wir nicht verzichten, einen gesunden Lebensstil, gemäßigten Alkoholgenuss und regelmäßigen Sport wird der Rotwein aber sicherlich nicht ersetzen.

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