Titelverteidiger Jannik Sinner steht in der zweiten Runde der Australian Open, nachdem sein Gegner, der Franzose Hugo Gaston, beim Stand von 6:2 und 6:1 aus Sicht des Südtirolers aufgeben musste.
Titelverteidiger Jannik Sinner hat sein Auftaktspiel bei den Australian Open im Eiltempo absolviert. Der Zweite der Tennis-Weltrangliste hatte in der ersten Runde in Melbourne gegen Hugo Gaston keine Probleme, der Franzose gab beim Stand von 6:2,6:1 für den Italiener nach 68 Minuten verletzungsbedingt auf. „Es ist nicht schön, ein Match so zu gewinnen“, sagte der 24-Jährige, der in den vergangenen beiden Jahren den Titel beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison geholt hat.
Auch der als Nummer fünf gesetzte Italiener Lorenzo Musetti profitierte von einer Aufgabe seines belgischen Gegners Raphael Collignon beim Stand von 4:6,7:6(3),7:5,3:2. Der 39-jährige Franzose Gael Monfils, der seine Karriere nach der Saison beenden wird, verabschiedete sich unterdessen in Down Under mit einer Viersatz-Niederlage gegen Lokalmatador Dane Sweeny.
Titelverteidigerin Keys ebenfalls weiter
Bei den Frauen steht Titelverteidigerin Madison Keys in Runde zwei. Die 30-jährige US-Amerikanerin gewann gegen die Ukrainerin Oleksandra Olijnykowa mit 7:6(6),6:1. Dabei hatte die Weltranglisten-Neunte vor allem im ersten Satz mehr Mühe als erwartet und lag schnell 0:4 zurück. Im Tiebreak musste Keys, die im Vorjahr in Melbourne ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt hatte, zwei Satzbälle abwehren, ehe sie sich doch noch den ersten Durchgang sicherte. Danach hatte sie die Partie im Griff und nutzte nach 1:40 Stunden ihren ersten Matchball.
Olijnykowa fühlte sich nach der Niederlage ebenfalls als Gewinnerin. „Ich werde diesen Moment nie vergessen“, sagte die Nummer 92 der Weltrangliste. Mit ihrem couragierten Auftritt wollte sie auf die Zustände in ihrer Heimat wegen des russischen Angriffskrieges aufmerksam machen. „Der Krieg dauert sehr lang. Deshalb verlieren die Leute etwas das Interesse“, sagte Olijnykowa. „Aber im Moment haben die Leute in der Ukraine keinen Strom. In meiner Wohnung in Kiew gibt es gerade keinen Strom, kein Wasser, keine Heizung. Deshalb ist jede Gelegenheit, darauf hinzuweisen, sehr wichtig“, ergänzte sie.
Olijnykowa erlebt den Krieg hautnah
Ihr Vater kämpfe als Soldat für die Ukraine, berichtete Olijnykowa. Die Lage in der Heimat sei sehr schwierig. „In der Nacht, bevor ich nach Australien geflogen bin, hat es unweit meiner Wohnung Explosionen gegeben. Eine Drohne hat ein Haus in der Straße getroffen, ich konnte die Erschütterungen in meiner Wohnung spüren“, berichtete Olijnykowa. Auftritte wie bei den Australian Open nutze sie daher auch immer, um auf die Lage in der Ukraine aufmerksam zu machen und um für Spenden vor allem für Kinder und Frauen zu werben. „Ich weiß, was alles nötig ist.“ Russland hatte seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine vor knapp vier Jahren begonnen und attackiert das Nachbarland laufend mit Bomben und Drohnen
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