Chaos im Schneesturm
Über 100 Fahrzeuge schlittern in Massenkarambolage
Ein massiver Verkehrsunfall mit außergewöhnlichem Ausmaß hat am Montagvormittag (Ortszeit) eine zentrale Verkehrsader im US-Bundesstaat Michigan vollständig lahmgelegt: Auf der Interstate 196 kam es zu einer Karambolage mit mehr als 100 beteiligten Fahrzeugen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, Todesopfer gibt es nach bisherigen Angaben der Behörden jedoch nicht.
Wie das Sheriff’s Office des Ottawa County mitteilte, ereignete sich der Unfall am Montag gegen 10.19 Uhr in der Zeeland Township im Westen Michigans. Auslöser waren winterliche Verhältnisse mit starkem Wind, Schneefall und zeitweisen Whiteout-Bedingungen (wenn Nebel und Schnee die Sicht deutlich verschlechtern), die das Fahren extrem gefährlich machten.
In kurzer Folge kam es zu mehreren Unfällen und Fahrzeugen, die von der Fahrbahn rutschten, bevor sich daraus eine großflächige Massenkarambolage entwickelte.
Bis zu 40 Sattelschlepper gerieten ins Rutschen
Nach Angaben der Behörden waren mehr als 100 Pkw sowie zwischen 30 und 40 Sattelschlepper in den Unfall verwickelt, darunter zahlreiche querstehende Lastwagen. Der betroffene Abschnitt wurde in beiden Richtungen vollständig gesperrt – auf einer Länge von rund 16 Kilometern.
Nach übereinstimmenden Berichten der Polizei und des lokalen Senders WWMT wurden zwischen neun und zwölf Menschen verletzt. Alle Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, ihre Verletzungen gelten als nicht lebensgefährlich.
Einsatz zieht sich in die Länge
Rettungskräfte, Feuerwehr und Sanitäter waren über Stunden im Einsatz, um Verletzte zu versorgen und die Unfallstelle zu sichern. Zur Evakuierung gestrandeter Autofahrer wurden teilweise auch Schulbusse der Hudsonville High School eingesetzt. Die Betroffenen wurden zur Hudsonville High School gebracht, wo sie im Schulgebäude auf Abholmöglichkeiten warten konnten. Gestrandete Autofahrer wurden aufgefordert, bis zur Evakuierung in ihren Fahrzeugen zu bleiben.
Die Behörden konnten die Straße bislang noch nicht freigeben, da immer noch Fahrzeuge geborgen werden müssen, um die Fahrbahn freizubekommen. Autofahrer wurden eindringlich aufgefordert, diesen Abschnitt zu meiden und nicht notwendige Fahrten zu unterlassen.
Wintersturm mit kräftigen Windböen
Der Unfall ereignete sich im Zuge eines Wintersturms, für den der Nationale Wetterdienst Wintersturmwarnungen und Winterwetterhinweise für große Teile West-Michigans ausgegeben hat.
Starke Winde mit Böen bis zu 40 Meilen pro Stunde (ca. 64 km/h) sowie intensiver Schneefall sorgen weiterhin für gefährliche Straßenverhältnisse.









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