29.08.2006 10:44 |

Neuer Deal!

Cruise findet neue Partner nach Paramount-Zoff

Tom Cruise wehrte sich zuletzt gegen die Vorwürfe von Paramount, wonach sein Benehmen für das Studio nicht akzeptabel gewesen sei. Unterstützung bekam Cruise dabei auch von Mega-Produzent Jerry Bruckheimer. Und nun hat der Hollywoodstar auch schon neue Partner für seine Produktionsfirma gefunden.

Nachdem das Filmstudio Paramount Tom Cruise die Zusammenarbeit gekündigt hatte, hat der Hollywoodstar nun bereits neue Geschäftspartner gefunden. Drei Investoren, darunter auch der Besitzer des US-Football-Teams "Washington Redskins", werden Cruise mit knapp drei Millionen Dollar im Jahr unterstützen, so die "Los Angeles Times". Mit dieser Summe sollen der Schauspieler und seine Produktionspartnerin Paula Wagner ihre Bürokosten decken. Die Investoren werden im Gegenzug dazu an der Finanzierung und dem Profit von Filmprojekten beteiligt. Der Vertrag wurde zunächst für zwei Jahre geschlossen.

Angeblich freiwillige Trennung
Cruise ist mit Paramount-Filmhits wie "Top Gun", "Tage des Donners", "Krieg der Welten" und "Mission Impossible" zum Superstar geworden. Allein die dritte "Mission Impossible"-Folge spielte in diesem Jahr weltweit knapp 400 Millionen Dollar ein - und dennoch gab Paramount an, das Verhalten des Schauspielers habe dem Film geschadet.

Cruise und seine Geschäftspartnerin Paula Wagner, die ihre gemeinsame Produktionsfirma seit 1992 auf dem Gelände des Paramount-Studios in Hollywood führten, wiesen die Kritik von Paramount scharf zurück. Sie selbst hätten sich dazu entschieden, mit Hilfe von zwei finanzkräftigen Investoren und einem Budget von 100 Millionen Dollar unabhängig von dem Studio zu arbeiten und ihre eigene Produktionsfirma auf die Beine zu stellen. Dem Filmblatt "Variety" zufolge waren die Verhandlungen der beiden mit Paramount über eine Verlängerung des alten Vertrags in dieser Woche geplatzt. Bisher hatten der Star und die Produzentin von dem Studio jährlich 10 Millionen Dollar erhalten, um damit ihre Betriebskosten zu decken. Paramount wollte zukünftig aber nur noch rund ein Viertel davon zahlen. Warum Paramount dann eine Schlammschlacht anzettelte war Wagner unverständlich.

Prominente Unterstützung bekam Tom Cruise auch von Jerry Bruckheimer: Cruise sei ein fähiger Schauspieler. Er wäre ein Welt-Star und eine Menge Leute würden gerne mit ihm arbeiten - Bruckheimer selbst inklusive.

Ungebührliches Betragen laut Paramount
Ungeachtet dessen führte das Studio als Begründung für das Vertragsende an, dass das schlagzeilenträchtige Verhalten des 44 Jahre alten Schauspielers  dem jüngsten Paramount-Cruise-Streifen "Mission Impossible 3" an den Kinokassen geschadet habe. "So sehr wie ihn (Cruise) auch persönlich schätzen, so hielten wir es doch für falsch, seinen Vertrag zu erneuern", sagte Viacom-Konzernchef Sumner Redstone. Das Studio ist Teil des Viacom-Konzerns.

Konsequenzen aus Werbung für Scientology
Die Benimm-Schelte handelte sich der Schauspieler, dessen Jahreseinkommen vom US-Magazin "Forbes" auf etwa 67 Millionen Dollar (52 Mio Euro) geschätzt wird, von Paramount unter anderem durch seine aggressive Werbung für die Organisation Scientology ein. Kurz vor der Geburt von Töchterchen Suri im April hatte Cruise in Fernsehinterviews die umstrittene "stille Geburt" in der Tradition der Scientology-Lehre propagiert. Für Aufsehen und Kopfschütteln sorgten auch Cruises öffentliche Liebesbeweise für seine Verlobte und Mutter seines Kindes, Katie Holmes (27), wie etwa der Sofa-Sprung in der Oprah-Winfrey-Talkshow.

Mit seiner Kollegin Brooke Shields lieferte sich Cruise im vergangenen Jahr zudem ein bitteres Wortgefecht über die Behandlung von Wochenbettdepressionen. Cruise warf Shields in einer TV-Show vor, sie hätte keine Medikamente gegen ihre Depression nehmen sollen, sondern besser Vitamine geschluckt und Sport gemacht.

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