„Ein großer Schock“ sei das Ableben eines Landwirts in der Oststeiermark, sagt Almwirtschaftsverein-Obmann Toni Hafellner. Ein 46-jähriger Bauer war von seiner eigenen Rinderherde getötet worden. Erst im Vorjahr gab es einen ähnlichen Vorfall im oberösterreichischen Salzkammergut.
„Eine sehr bittere Geschichte“, sagt Toni Hafellner, Obmann des Steirischen Almwirtschaftsvereins, über das tragische Unglück in Buch-St. Magdalena. Es sei ein großer Schock. Wie berichtet, verließ ein 46-jähriger Landwirt am Freitag gegen 7 Uhr das Wohnhaus und ging zu einer Weide mit Kälbern und einem Zuchtstier. Als er nach zwei Stunden nicht zurückgekehrt war, machte sich seine Familie auf die Suche.
Seine Schwägerin fand den Steirer in einem Waldstück, das an die Weide grenzt. Dorthin dürfte der Mann sich schwer verletzt geschleppt haben. Reanimationsversuche verliefen leider erfolglos. Die Rinderherde dürfte für den Tod verantwortlich sein, es gibt laut Polizei keine Hinweise auf Fremdverschulden.
Erinnerungen an Unglück im Salzkammergut
Der Schock in der Region ist groß. Der Vorfall weckt Erinnerungen an einen tragischen Tod im Vorjahr in Bad Mitterndorf: Damals wurde ein Landwirt von einem Stier gegen eine Wand gedrückt, er überlebte nicht. Seine junge Tochter hat den Hof übernommen.
„Ein Stier kann einen Menschen leicht erdrücken“
Hafellner vermutet, dass auch im aktuellen Fall der Stier, der eine Wächterfunktion ausübt, den Tod herbeigeführt haben könnte. „Da reicht ein kleiner Moment der Unachtsamkeit, man wendet dem Stier den Rücken zu und bemerkt nicht, dass er rabiat wird. Ein Stier wiegt oft 800 bis 1000 Kilogramm und kann einen Menschen leicht erdrücken.“
Hafellner spricht der Familie des getöteten Landwirts sein Beileid aus. Ein Interview mit ihm zur aktuellen Dürre und dem damit verbundenen Wassermangel auf Österreichs Almen lesen Sie in der Sonntags-„Krone“ und heute Abend auf krone.at.
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