Vor 24 Jahren flüchtete Lulzim Fejzullahi vom Krieg im Kosovo nach Österreich. Er fand am Traunsee einen Job als Hilfskraft in der Hotelküche. Mit unermüdlichem Einsatz erfüllte er sich den Traum von der Selbsständigkeit. Nun eröffnete er in Ebensee sein bereits neuntes Lokal.
„Der Name Boje 18 steht schon seit zehn Jahren fest, weil wir das Lokal direkt am Traunseeufer eigentlich 2018 eröffnen wollten. Leider haben zunächst die Bewilligungen lange auf sich warten lassen, dann kam Corona, jetzt ist es endlich soweit“, verriet Lulzim Fejzullahi der „Krone“ am Tag der Eröffnung seines mittlerweile neunten Lokals. Erneut hat er ein völlig neues Konzept gewählt. In Ebensee will er Genuss mit Lifestyle und der einzigartigen Atmosphäre direkt am Wasser kombinieren. Dazu passend werden Cocktails, sommerliche Drinks und kleine Speisen serviert.
Ein Lieblingslokal hat Fejzullahi nicht: „Alle neun sind meine Babys. Ich liebe sie alle“, lächelt der Unternehmer, der zwei Betriebe nach seinen Töchtern benannt hat. „Mein Hauptgeschäft ist aber die Immobranche. Damit habe ich 2009 begonnen. Ich kaufe, baue und vermiete“, erzählt der erfolgreiche Multi-Unternehmer.
Er spricht auch offen über die wohl schwierigste Zeit seines Lebens. 2002 flüchtete er vom Krieg im Kosovo und fand am Traunsee einen Job als Abwäscher in einem Hotel. Nach absolvierter Lehre stieg er rasch zum Restaurantleiter auf, arbeitete beim BFI als Gastro-Trainer.
In Ebensee saß er von 2015 bis 2021 als SP-Mandatar im Gemeinderat. Der unternehmerische Erfolg gepaart mit dem politischen Engagement stößt wenig überraschend auch auf Neider und Kritiker. Damit kann der sympathische Tausendsassa aber umgehen. Auch sie lud er zur Eröffnung der Boje 18 ein. Und sie klopften ihm auf die Schulter. Andere Glückwünsche kamen aus tiefster Überzeugung. Alt-Krippenbauer Karl Hundstorfer schenkte Fejzullahi ein selbst gebasteltes Herz aus Holz, das im Großformat am Steg des Lokals zum Verweilen einlädt.
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