GUTEN MORGEN

Er ist nicht schuld…| Babler, der Wählervertreiber

Er ist nicht schuld… Es sind immer die anderen. Kennen Sie diese Typen auch? Im Kleinen: Das Licht blieb die ganze Nacht an. „Ich war das sicher nicht, der vergessen hat, es auszuschalten.“ Wie bei solch kleinen Dingen, erleben wir dasselbe Verhalten auch im ganz Großen. Etwa, wenn ein kleiner Bürgermeister plötzlich Bundeschef einer großen Partei wird. Wenn er dann vollmundig verkündet, er werde seine Partei bei den nächsten Wahlen zur Nummer 1 machen – und es schließlich doch nur für Platz 3 mit dem bis dahin schlechtesten Ergebnis reicht. Wenn dann die Umfragen ein immer noch schlechteres Ergebnis liefern: Dann waren es vor allem die Medien in einem herbeigeschwafelten persönlichen Rachefeldzug gegen ihn. So sieht das Andreas Babler, so sehen es die letzten noch verbliebenen halbblinden Fans dieses Noch-SPÖ-Chefs.

Babler, der Wählervertreiber. Babler und seine Jünger – sie sollten sich einfach ein paar nackte Zahlen ansehen, etwa jene, die gestern das Institut OGM präsentierte: Wenn Andreas Babler im kommenden Jahr die SPÖ an Markus Marterbauer oder wen immer übergibt, dann hat er die Wählerschar seiner Partei binnen weniger Jahre beinahe halbiert. Vor seinem Antritt 2023 lag die SPÖ noch bei 23 bis 24 Prozent, jetzt sind es 12 bis 14. Wobei sich die Grünen mit fast 150.000 Wählern den größten Teil des einstigen roten Wählerkuchens holen konnte. Besonders bemerkenswert: Der wackere Kämpfer gegen alles Blaue trieb mehr als 100.000 Ex-Wähler seiner Roten zur FPÖ. Jaja, immer sind die anderen schuld …

Kommen Sie gut durch den Samstag!

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