Ein Jahr Ermittlungen:

Verfahren um gewilderten Wolf wurde eingestellt

Oberösterreich
07.11.2026 09:00

Viele Wölfe sind in Oberösterreich schon verschwunden, oft hört man die drei Worte „schießen, schaufeln, schweigen“, damit illegale Abschüsse verborgen bleiben. Vor einem Jahr wurde im Mühlviertel ein gewilderter Wolf entdeckt, bis jetzt gab es Ermittlungen mit einem Jäger im Fokus. Doch diese wurden nun eingestellt.

Die Obduktion war eindeutig: Der Wolf, der am 11. Dezember des Vorjahres in einem Waldstück im Bezirk Freistadt nahe der tschechischen Grenze gefunden worden war, war mit einer Kugel ins Jenseits befördert worden. Da er nicht zum Abschuss freigegeben war, ermittelte die Polizei wegen Tierquälerei und Wilderei.

Munition beschlagnahmt
Rasch hatte man auch einen Jäger im Visier und bei einer Hausdurchsuchung wurde auch Munition zum Vergleich mit jener, die im Wolf gefunden worden war, mitgenommen. Fast ein Jahr lang dauerten die Ermittlungen, doch nun stellte die Staatsanwaltschaft Linz das Verfahren ein. „Der tödliche Schuss konnte keiner Person eindeutig zugeordnet werden“, erklärt Behörden-Sprecher Florian Roitner auf „Krone“-Anfrage. Damit bleibt der Abschuss – es war der erste aufgefundene gewilderte Wolf in Oberösterreich – ungeklärt.

Bisher zwölf Abschussaufträge
Legal erlegt wurden in Oberösterreich seit der Einführung der Wolfsmanagementverordnung am 1. Juli 2023 zwei Isegrims. Und zwar noch im selben Jahr. Seither konnten alle anderen zehn als Risiko- oder Schadwolf zum Abschuss freigegebenen Raubtiere – heuer waren es drei – den Jägern entkommen. Die Population an Wölfen wird in Oberösterreich auf etwa 40 Tiere geschätzt, der Hotspot liegt im Mühlviertel, wo es vier Rudel gibt.

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