127 Förderanträge

400 Hektar Weiden sind bereits „wolfssicher“

Oberösterreich
24.08.2026 13:00

Zwei Isegrims gelten derzeit in Oberösterreich als „vogelfrei“, dürfen nun legal von Jägern abgeschossen werden. Fast alle Sichtungen waren heuer nördlich der Donau erfolgt. Das Thema Wolf spaltet die Bevölkerung.

Das Mühlviertel ist Wolfsland – von heuer 81 gemeldeten Sichtungen und Rissen stammen 70 von Orten nördlich der Donau und die meisten entlang der Grenze zu Tschechien. Dort sind aktuell auch zwei Isegrims zum Abschuss freigegeben – in Peilstein und Reichenau.

Doch meist überstehen die Wölfe die „Todesfristen“ – von seit 2023 insgesamt zwölf freigegebenen Tieren wurden nur zwei erlegt, beide im ersten Jahr.

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Die einen wollen den Wolf, die anderen haben ihn. Wir dürfen die Sorgen der Menschen vor Ort nicht kleinreden. 

Michaela Langer-Weninger, Agrarlandesrätin (ÖVP)

„Die Abschussfreigabe ist die letzte Option“, sagt die zuständige Agrarlandesrätin Michaela Langer Weninger. Die Entnahme von Problem- oder Risikowölfen wird dann nötig, wenn andere Schutz- und Vergrämungsmechanismen versagen.

Eine weitere Säule des Wolfsmanagements ist der Herdenschutz. In den vergangenen drei Jahren wurden 127 Förderanträge genehmigt und fast 141.000 Euro an Landwirte ausbezahlt, die damit 400 Hektar Weideflächen sichern konnten. Dabei werden spezielle Zäune ebenso gefördert wie GPS-Tracker für Schafe, Ziegen und Rinder. 50 Prozent der Nettokosten fürs Material zahlt das Land.

Das Thema Wolf spaltet die Bevölkerung. So gibt’s klare Befürworter für eine radikale Bejagung der geschützten Tiere, in St. Valentin aber einen Verein „Wölfe in Österreich“, der die Aussetzung der befristeten Abschussfreigaben fordert. 

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