Im Februar 2023 starben bei einem Felssturz in Steyr-Unterhimmel zwei Menschen. Während die Verantwortlichen am Donnerstag am Landesgericht Steyr bedingte Strafen ausfassten, fanden am betreffenden Hang erneut Sprengarbeiten statt. Ein 20 Tonnen schwerer Fels durchbrach einen Damm, beschädigte ein gesperrtes Haus.
„Erfolgreiche Sprengung im Stadtteil Unterhimmel“, teilte der Steyrer Bürgermeister Markus Vogl am Donnerstagabend in den Sozialen Medien mit. Diese Meinung dürften die Besitzer eines seit dem Unglück 2023 behördlich gesperrten Hauses nicht vollinhaltlich teilen.
20-Tonnen-Fels beschädigte Gebäude
Denn nachdem am Donnerstag um 15.30 Uhr die Sprengladung gezündet worden war, durchbrachen zwei Felsen sowohl den drei Meter hohen Damm, als auch einen Zaun. „Ein 4x2x1 Meter großer Felsbrocken und ein zweiter kleinerer haben einen Anbau des gesperrten Gebäudes erwischt“, schildert Christian Pürstinger von der Wildbach- und Lawinenverbauung, die die Arbeiten im Auftrag der Stadt Steyr ausführt.
Sprengladung entwichen
Eigentlich hätte der Felsen zerbröseln sollen, doch die Sprengladung dürfte entwichen sein. „Sobald der Bereich gefahrlos betreten werden kann, wird ein Gutachter den entstandenen Schaden beurteilen. Die Kosten sind von der Versicherung des ausführenden Bauunternehmens gedeckt“, so Pürstinger.
Erheblicher Schaden
Bei dem betreffenden Mehrparteienhaus wurde ein Arkadengang erheblich beschädigt. Dazu der Bürgermeister: „Schäden, die durch die Sprengung an Gebäuden entstanden sind, werden so rasch wie möglich behoben.“
Mitbesitzerin erzählt
Marianne Lebschy ist eine der drei Besitzerinnen des betroffenen Hauses: „Seit dem Unglück im Februar 2023 kämpfen wir darum, dass unser Haus entweder saniert oder von der Stadt Steyr abgelöst wird.“ Das Gebäude war vor dem Felssturz vermietet. „Ich habe in den letzten Jahren nicht nur einen Mietentgang, sondern muss parallel auch noch die Betriebskosten weiter zahlen“, schildert Lebschy.
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