Von einer Initiative der Nationalbank für eine sichere und flächendeckende Bargeldversorgung in Österreich profitiert nun auch die Gemeinde Fraham im Bezirk Eferding. Nach mehr als sechs Jahren kann im Ort wieder rasch und unkompliziert Bargeld abgehoben werden.
Mit der Insolvenz des einzigen Nahversorgers verschwand in Fraham vor sechs Jahren auch der einzige Bankomat. Nun kann in der 2600-Einwohner-Gemeinde wieder Bargeld abgehoben werden. Die Nationalbank (OeNB) schließt mit einem Geldausgabeautomaten die Versorgungslücke. „Es freut mich besonders, dass ich in meiner Heimat den 76. Bankomat eröffnen darf. Er macht der Bevölkerung das Leben ein Stück leichter. Bargeld muss für alle leicht erreichbar sein“, meinte OeNB-Vize-Gouverneurin Edeltraud Stiftinger, eine gebürtige Linzerin.
120 neue Bankomaten
Bis 2027 sollen in der gesamten Republik bis zu 120 neue Bankomaten der Nationalbank in Gemeinden aufgestellt werden, wo es weder einen Geldautomaten noch eine Bankfiliale gibt. „Österreich verfügt zwar über eines der dichtesten Bargeldversorgungsnetze Europas, dennoch gibt es noch zahlreiche großflächige Einzugsgebiete ohne Bankfiliale oder Bankomat. Genau dort setzt die Bargeld-Initiative der OeNB an“, so Stiftinger.
Elf Eröffnungen in Oberösterreich
In Oberösterreich betreibt die Nationalbank nun elf Bankomaten, die auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnik sind. Im Fall von ungewöhnlichen Vorkommnissen wird eine Färbevorrichtung aktiviert, die das Geld automatisch unbrauchbar macht.
Signal für ländlichen Raum
Die Kosten für die Gemeinde halten sich in Grenzen, sie muss nur die Räumlichkeiten, den Strom und das Internet zur Verfügung stellen. Frahams Bürgermeister Harald Schick begrüßt die Eröffnung: „Ein gut erreichbarer Bankomat gehört heute zur grundlegenden Infrastruktur einer Gemeinde. Die Entscheidung der OeNB ist ein wichtiges Signal für den ländlichen Raum und ein konkreter Beitrag zur Lebensqualität in Fraham.“
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