Noch-Vizekanzler Andreas Babler scheint in Hinblick auf seine Ablöse auf Zeit zu spielen. Angeblich lässt er durchblicken, dass es keineswegs so sicher wäre, dass er mit Jahresbeginn sowohl als Regierung-Vize, als auch als SPÖ-Chef gehen würde. Und SPÖ-intern dürfte vor allem die Frage seiner würdigen Versorgung Probleme machen. Auf gut Deutsch: Babler braucht einen adäquaten Job.
EINERSEITS kann man durchaus verstehen, dass einer, der einmal Vizekanzler der Republik war, nicht zum AMS gehen will, um von der gerade unter seiner Federführung reformierten Sozialhilfe zu profitieren.
ANDERERSEITS scheint es bei der Jobsuche für Babler wirkliche Probleme zu geben. Mit seiner beruflichen Vorbildung als Zeitsoldat und Staplerfahrer gibt es nämlich kaum wirkliche Qualifikationen.
SPÖ-Parteichefs vor ihm sind nach ihrem politischen Scheitern weich gefallen. Viktor Klima wurde über die Vermittlung der bundesdeutschen SPD VW-Chef für Südamerika. Gusi mittels seiner Kontakte zu Großspekulanten und zentralasiatischen Autokraten angeblich Millionär. Und Pamela Rendi-Wagner als Medizinerin immerhin wohldotierte Chefin einer europäischen Gesundheitsbehörde.
Aber was tun mit Andreas Babler? Der scheint nämlich nur weichen zu wollen, wenn er – zumindest finanziell – weich fällt. Aufgrund seines bisherigen sozialen Engagements bleibt wohl nur die Volkshilfe. Ob man dort auf Kosten der Steuerzahler einen neuen Job für ihn schafft?
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