Lange Wege, keine Sicht und gefährliche Hitze: Bei Bränden in Tiefgaragen könnten Roboter die Feuerwehr entlasten. In Wiener Neustadt wurden zwei ferngesteuerte Geräte getestet. Sie können Löscharbeiten unterstützen und Fahrzeuge bergen. Eine Finanzierung wird noch gesucht.
Mit schwerem Atemschutzgerät durch eine verrauchte Tiefgarage vordringen: Solche Einsätze sind für Feuerwehrleute besonders belastend. In Wiener Neustadt könnten künftig ferngesteuerte Roboter einen Teil der gefährlichen Aufgaben übernehmen.
Zwei Löschunterstützungsroboter der Firma Rosenbauer standen deshalb bei einer Übung im Tiefgaragenkomplex des neuen Wohnquartiers „ein viertel grün“ auf dem Prüfstand. In Absprache mit den Wohnbauträgern Alpenland, EGW, EGW-NÖ und Heimat Österreich durfte die Freiwillige Feuerwehr die Geräte dort testen.
Erkunden, löschen und Fahrzeuge entfernen
Die Roboter sollen bei der Erkundung und bei Löscharbeiten unterstützen. Außerdem können sie Fahrzeuge aus niedrigen Garagen entfernen, in die Einsatzfahrzeuge nicht hineinpassen. Bei der Übung untersuchten die Florianis die wechselbaren Aufbauten, die Steuerung und die Reichweite.
Branddirektor Christian Pfeiffer sieht darin vor allem einen Sicherheitsgewinn: „Mit diesen Robotern können wir in Gefahrenbereiche vordringen, wo wir sonst unsere Feuerwehrmitglieder nicht hineinschicken können, weil es zu gefährlich wäre.“
Auch für unwegsames Gelände geeignet
Das Einsatzspektrum reicht laut Pfeiffer über Tiefgaragen und Lagerhallen hinaus. Auf ihren Kettenfahrgestellen könnten die Roboter auch Material durch unwegsames Gelände transportieren und so die Helfer entlasten.
Eine Anschaffung steht allerdings noch nicht fest. Nach dem Test sollen nun Angebote eingeholt und eine Finanzierung gesichert werden.
Zusammenarbeit beim Brandschutz
Schon vor der Übung hatte sich die Feuerwehr mit den Verantwortlichen der Hausverwaltungen abgestimmt. Dabei wurden Verbesserungen beim Brandschutz vereinbart, die das Einschreiten der Einsatzkräfte erleichtern sollen.
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