Derzeit bestimmt der Umbau der S-Bahn-Stammstrecke den Öffi-Verkehr in Wien. Doch die nächsten Großprojekte sind längst auf Schiene: Im Westen geht es nicht nur um den anlaufenden Neubau der Verbindungsbahn, sondern auch eine Totalsanierung des Bahnhofs Hütteldorf, mit einer neuen S-Bahn-Station extra.
Der Ausbau der Verbindungsbahn zwischen Hütteldorf und Meidling könnte seinen Sinn als nachhaltige Entlastung für die bestehenden Öffi-Netze kaum erfüllen, würde man in Hütteldorf alles so lassen wie bisher. Für den geplanten 15-Minuten-Takt der S80 und einen 7,5-Minuten-Takt auf der anschließenden Vorortelinie (S45) braucht es dort bis 2035 neue Gleise samt neuen Eisenbahnbrücken und bessere Umsteigemöglichkeiten.
Bauarbeiten sollen in drei Jahren beginnen
Damit genug Platz für eine komplett zweigleisige S45 bis nach Hütteldorf ist, müssen nicht nur in Hütteldorf und Penzing Gleisanlagen umgeplant werden, sondern auch schon zwischen Wolf in der Au und Ameisgasse. Das bedeutet auch eine Erneuerung der Brücken bei der Deutschordenstraße, Hochsatzengasse und Zehetnergasse. Im Zuge der Bauarbeiten sollen auch Fußgänger und Radfahrer attraktivere Verbindungen bekommen.
Was die Fahrgäste am meisten bemerken werden, ist im Vergleich zur Notwendigkeit neuer Gleisanlagen fast „Kleinkram“: Der Hütteldorfer Bahnhof wird komplett saniert und vollständig barrierefrei. Auch der Busbahnhof beim nördlichen Ausgang wird mit Stadt und Bezirk neu gestaltet, ebenso der südliche Ausgang hin zur Hadikgasse. Die Pläne befinden sich gerade in der Einreichphase, die Bauarbeiten sollen in drei Jahren beginnen, erste Informationsveranstaltungen für Anrainer finden bereits statt.
Baumgarten bekommt eigene S-Bahn-Station
Außerdem ist für die Vorortelinie eine zusätzliche Station zwischen Hütteldorf und Penzing geplant. Der neue Halt „Baumgarten“ ist auf der Höhe Zehetnergasse eingeplant. Die Vision eines komplett durchgängigen S-Bahn-Rings – auch wenn die Züge in Hütteldorf weiterhin umdrehen werden müssen – als neue Öffi-Hochleistungsverbindung sollte damit in zehn Jahren in greifbare Nähe rücken.
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