Militär war informiert
Schiff nach Drohnenangriff in Bulgarien gesunken
Im Schwarzen Meer ist erneut ein Handelsschiff von Seedrohnen getroffen worden. Die bulgarische Schifffahrtsverwaltung bestätigte eine erste Mitteilung. Das Schiff, das unter liberianischer Flagge unterwegs war, sei gesunken.
Es war auf dem Weg von Haifa (Israel) nach Constanta in Rumänien, als sich der Vorfall ereignete. Die Seedrohnen, die das Containerschiff versanken, seien aus östlicher Richtung gekommen, sagte der Chef von Bulgariens Verteidigung, Emil Eftimow. Die Militärs hätten im Voraus Informationen über den Angriff gehabt und seien davon nicht überrascht gewesen. Wer hinter der Drohnenattacke in Warna stecken könnte, sagte die Regierung nicht.
Die 18-köpfige Crew des Schiffs „Contship Jet“ sei in Sicherheit gebracht worden, hieß es am Donnerstag. Es ist bereits das dritte gesunkene Handelsschiff bei insgesamt fünf Angriffen seit Anfang Oktober in der bulgarischen Wirtschaftszone. Vorfälle mit Schiffen gab es auch in Rumänien.
Die Bürgervereinigung BOEZ machte Russland für den jüngsten Vorfall verantwortlich und rief zu einem Protest vor der russischen Botschaft in Sofia auf. „Wenn unsere Regierenden unfähig sind, müssen die Bürger unsere Heimat verteidigen!“, heißt es im Aufruf auf der Website von BOEZ. Auch die ukrainische Regierung sieht Russland hinter den Angriffen. Der Kreml weist eine Beteiligung zurück. Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew sagte, die Attacken schienen Russland zumindest zu nützen.

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