Nach Attacke in Gehege

Deutsche Polizei ermittelt gegen Wolfs-Pflegerin

Ausland
29.10.2026 11:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei einer Wolfsattacke im deutschen Wildpark Johannismühle wurde ein achtjähriges Mädchen schwer verletzt. Nun ermittelt die Polizei gegen die Tierpflegerin, die mit den drei Kindern im Gehege war. Es besteht der Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung.

Der Ausflug in den Tierpark endete für die Schülerin schwer verletzt im Krankenhaus: Das Mädchen durfte gemeinsam mit zwei weiteren Kindern und einer Mitarbeiterin in das Polarwolf-Gehege. Die Veranstaltung lief unter dem Motto „Tierpflegertag“, wie die Kreisverwaltung Teltow-Fläming erklärte. 

Tierpflegerin soll rasch eingegriffen haben
Noch bevor der Tierpark offiziell öffnete, sollten die Kinder Tierpfleger begleiten dürfen – gegen 9 Uhr kam es schließlich zu der folgenschweren Attacke. Die Mitarbeiterin soll durch ihr schnelles Handeln verhindert haben, dass die beiden anderen Kinder zu Schaden kamen. Dennoch wird nun geprüft, ob sich die Tierpflegerin der fahrlässiger Körperverletzung schuldig gemacht hatte.  

Die verletzte Achtjährige musste mit schweren Kopfverletzungen mit einem Hubschrauber in ein Spital gebracht werden. Der Tierpark wurde nach dem Vorfall geschlossen: Die zuständige Behörde muss einer Wiedereröffnung erst zustimmen. Laut Homepage wird der Park nicht vor dem 2. November öffnen.

Das Veterinäramt soll nun den Tierpark unter die Lupe nehmen. Anwohner aus Klasdorf sind fassungslos über den Unfall: „Man fühlte sich da immer sicher, auch mit den Kindern. Ich kann mir nicht erklären, wie das passieren konnte“, erklärte ein Anwohner gegenüber „Bild“.

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