„Krone“-Kolumne

Stadion-Neubau ist wie ein Elfmeter ohne Tormann

Fußball National
29.10.2026 11:17

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick ließ mit seinen Aussagen über ein neues Nationalstadion („Das würde keinen einzigen Euro Steuergeld kosten“) aufhorchen. Aussitzen wird sich für die Politik nicht ausgehen – eine Arena, die den Steuerzahler null Euro kostet, ist wie ein Elfer ohne Goalie.

Hoch anpressen, den Gegner unter Druck setzen. Was Teamchef Ralf Rangnick seinen Spielern vorbetet, lebt er im „Match“ mit der Stadt Wien vor. Bei jeder Gelegenheit setzt er Nadelstiche, zuletzt sprach der Deutsche davon, dass man Investoren bei der Hand hätte, die „übermorgen die komplette Arena übernehmen würden.“

Während der zuständige Stadtrat Peter Hacker weiter verlautbaren lässt, dass nichts Konkretes vorliege, die Türen aber offen stünden. Bereits im Vorjahr nannte Rangnick Konzertveranstalter „Live Nation“, „Do & Co“ oder auch Manager Herwig Straka als interessierte Investoren und Projektentwickler. Aussitzen wird sich für die Politik nicht ausgehen – eine Arena, die den Steuerzahler null Euro kostet, ist wie ein Elfer ohne Goalie.

Multifunktionshalle noch nicht bewilligt
Während die neue Multifunktionshalle für 20.000 Besucher im Stadtteil St. Marx zum Fiasko werden könnte. Nach Bieter- und Gerichtsverfahren soll das Projekt 2030 fertig sein, 215 Millionen des geplanten 500 Millionen-Etats mit Projektpartner CTS Eventim steuert die Gemeinde Wien bei. Falls überhaupt gebaut wird – von einer Bewilligung fehlt noch jede Spur. Weshalb die Politik beim Nationalstadion „wienerisch“ denken könnte: Lieber einen anderen scheitern lassen, als (wieder einmal) selbst zu scheitern! Und wenn es klappt, kann man sich immer noch als „Ermöglicher“ feiern lassen ...

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