Nach Havarie
Kreuzfahrtschiff-Chefin: „Sind nicht im Zillertal“
Der spektakuläre Crash des Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 3“ hat für reichlich Aufsehen gesorgt. Auch die Kreuzfahrtdirektorin äußerte sich zu dem ungewöhnlichen Vorfall den Passagieren gegenüber. Sie zitierte einen Kapitän, mit dem sie einmal mitgefahren sei: „Wir sind ja hier schließlich nicht im Zillertal. Ja, das ist halt so am Meer.“
Für 2428 Gäste des Kreuzfahrtschiffes endete ihre Reise zu den Kanaren bereits beim Ablegen in Bremerhafen: Durch Orkanböen wurde der schwimmende Koloss in Richtung zweier Containerschiffe gedrückt. An einem Frachter entstand ein etwa zehn Meter langer Riss, an einem weiteren entstand ein geringerer Schaden.
Auch „Mein Schiff 3“ wurde so erheblich beschädigt, dass es seine Reise nicht fortsetzen kann. Rettungsboote an der Steuerbord-Seite wurden zerquetscht, In Videos ist zu erkennen, dass auch die Bordwand teilweise stark ramponiert ist.
Hier sind Bilder und Videos des Vorfalls zu sehen:
Durchsage: „Ja, das ist halt so am Meer“
Einige Gäste sollen nach dem Vorfall unter Schock stehen. Die Kreuzfahrtchefin des Schiffes versuchte, die Passagiere in einer Durchsage zu beruhigen. „Verehrte Gäste, hier spricht ihre Kreuzfahrtdirektorin. Sie werden es gemerkt haben, wir haben eine Kollision mit einem anderen Schiff gehabt. Es ist nichts Schlimmes passiert. Sie können ganz beruhigt sein“, erklärte sie über die Lautsprecher. „Das erst mal vorab. Wir fahren jetzt zurück an die Pier und werden natürlich aus Sicherheitsgründen überprüfen, was passiert ist, und es müssen wahrscheinlich einige Arbeiten verrichtet werden. Das Wichtigste aber ist: Es ist alles in Ordnung. Und ich zitiere mal einen Kapitän, mit dem ich mal gefahren bin, der sagte, wir sind ja hier schließlich nicht im Zillertal. Ja, das ist halt so am Meer.“
Das nahezu voll besetzte Kreuzfahrtschiff sollte am Sonntagabend eigentlich in Richtung Kanaren aufbrechen. Beim Auslaufen wurde es nach Polizeiangaben von Schleppern unterstützt, als eine Böe das Schiff erfasste. Es sei daraufhin auf die beiden zwei Containerschiffe zugetrieben, die in Bremerhaven am Flussufer festgemacht hatten. Auch die Frachter durften nch dem Crash nicht mehr auslaufen.
Verletzte gab es bei der Havarie glücklicherweise keine. Auch an den Hafenanlagen seien keine Schäden entstanden. „Der sonstige Hafenbetrieb wurde durch die Kollision nicht behindert“, so der Sprecher des Hafenbetreibers bremerports gegenüber „Bild“.

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