Verurteilter Mörder (63) überfiel ausgerechnet auf einem Freigang eine 85-Jährige in Marchtrenk. Er fesselte sein Opfer dabei an einem Stuhl und soll ihr mehrmals ins Gesicht geschlagen haben. Seine verhängte Strafe – 20 Jahre Haft – wollte er vor dem Oberlandesgericht bekämpfen, blitzte damit aber ab.
Seit 2004 sitzt ein mittlerweile 63-Jähriger hinter Gittern – und es werden noch ein paar Jahre dazukommen. Denn ausgerechnet als der verurteilte Mörder einen Haftausgang genoss, soll er erneut zugeschlagen haben. Diesmal war sein Opfer eine damals 85-jährige Pensionistin in Marchtrenk.
Wie mehrmals berichtet, soll er die betagte Frau gewaltsam in ihr Haus gedrängt, mit Kabelbindern an einem Stuhl gefesselt, ihr mehrmals gegen den Kopf geschlagen und sie mit einem Messer bedroht haben. Er erbeutete ihre Handtasche, rund 1400 Euro Bargeld, die Bankomatkarte und mehrere Dokumente wie Führerschein und e-Card. Außerdem werden dem 13-fach Vorbestraften Autoeinbrüche vorgeworfen.
Ich fühle mich unschuldig, weil ich damit nichts zu tun habe. Es ist ein absolutes Fehlurteil, ich bitte um eine Aufhebung.
Der Angeklagte bei der Verhandlung am Oberlandesgericht Linz
Täter gab sich unwissend
Von einem Schöffensenat in Wels wurde er deshalb zusätzlich zu seiner bestehenden lebenslangen Haftstrafe zu weiteren 20 Jahren im „Häfn“ verurteilt. Doch das wollte der Wiederholungstäter, der sich als großes Opfer einer Verschwörung sieht, nicht wahrhaben und berief gegen das Urteil. Auch vor dem Oberlandesgericht Linz gab er sich am Mittwoch unwissend.
„Ich fühle mich unschuldig, weil ich damit nichts zu tun habe. Es ist ein absolutes Fehlurteil, ich bitte um eine Aufhebung“, flehte der 63-Jährige. Eine Aufhebung wäre aber gar nicht möglich gewesen, da es nur um die Strafhöhe ging. Diese blieb bei 20 Jahren. Lediglich die Schadenersatzzahlungen an das Opfer wurden leicht herabgesetzt.
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