Am 23. Dezember 2004 ermordete ein Mühlviertler Verbrecher in Salzburg eine 78-Jährige. 24 Jahre später überfiel er in Marchtrenk eine 85-Jährige, steht heute, Montag, in Wels vor Gericht. Ein verpfuschtes Leben: Mit 14 Jahren wurde er zum Dieb, mit 41 Jahren ein Mörder, mit 62 wieder angeklagt.
Manche Krimis schreibt das Leben, und ihre Lektüre sorgt nicht für Nervenkitzel, sondern für Grauen und Bedauern. So auch die brutale Biografie des mittlerweile 62-Jährigen aus Aigen-Schlägl in Oberösterreich. Mit nur 14 Jahren wurde er zum Dieb, mit 21 zum Räuber, dann zum Tierquäler, Gewalttäter, Serieneinbrecher und schließlich – mit 41 Jahren – sogar zum Mörder.
Überfall wurde vereitelt
Ein paar Szenen aus seinem ebenso patscherten wie blutigen Leben: 1984 wollte er ein Feinkostgeschäft in der Wiener Straße in Linz überfallen, weil er sich 100.000 Schilling Tageslosung erhoffte. Alles war schon vorbereitet, doch ehe der Gauner zuschlagen konnte, wurde er gefasst, denn die Kripo war ihm wegen zahlreichen Autoeinbrüchen in der Tiefgarage am Schillerpark bereits auf den Fersen gewesen.
1987 ging der Kriminelle frei, doch neuerliche Eigentums- und Gewaltdelikte brachten ihn bald erneut hinter die gewohnten „schwedischen Gardinen“. Ab 1997 verlagerte der notorische Verbrecher sein Tätigkeitsfeld nach Wels, knackte dort Tresore in Büros und Ordinationen, ehe er fünf weitere Jahre ins Häfen ging.
Seine „Handschrift“ verriet den Einbrecherkönig
Als der „Einbrecherkönig“ 2004 entlassen wurde, häuften sich im Zentralraum wieder die Einbrüche mit seiner „Handschrift“. Der Serientäter kam erneut ins Visier der Kriminalisten, sein Handy wurde überwacht und dadurch der Mord in Salzburg geklärt. Denn der damals 41-Jährige war zum Tatzeitpunkt in der Festspielstadt und hatte Blut vom Opfer auf seiner Jacke.
Dann war lange Pause. Erst im Dezember 2021 kam der verurteilte Mörder in den gelockerten Vollzug. Doch die drei freien Wochenenden pro Monat brachten den 14-fach Vorbestraften wieder auf schlechte Ideen: Nach der Home Invasion auf eine 85-jährige Marchtrenkerin im Dezember 2024 soll er im Februar 2025 auch noch vier Autos geknackt haben.
Bisher streitet er alles ab
Heute, am Montag, muss sich der Berufsverbrecher in Wels verantworten. Bisher bestreitet er den Vorwurf, sein hochbetagtes Opfer mit Kabelbindern gefesselt und ins WC gezerrt zu haben.
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