In Shanghai überwachen Algorithmen Patienten, Roboter unterstützen Operationen und Ärzte trainieren ihre digitalen Assistenten. Was Oberösterreichs Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander von der Hightech-Medizin mitnimmt – und welche Pläne sie für OP-Roboter in heimischen Spitälern hat.
Klassische Musik am Gang, Parkettboden statt Krankenhausflair – und im Hintergrund rechnet die künstliche Intelligenz mit: Auf der privaten Krankenstation für ausländische Patienten im Renji Hospital in Shanghai erlebte eine oberösterreichische Delegation unter LH-Vize und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander, wie digital Medizin sein kann. 2020 startete das Spital – nicht zuletzt Corona geschuldet – eine Digitalisierungsoffensive. Das Ergebnis: Ein Dashboard überwacht Tausende Patienten, KI-Assistenten unterstützen Ärzte, Warnsysteme erkennen kritische Entwicklungen frühzeitig. „AI-Assistenten sind für uns keine Agenten, sondern Kollegen“, erklärt Spitalsdirektor Wang Chunming.
Roboter-Offensive in oö. Spitälern
Noch im November will Haberlander eine Roboterstrategie für Oberösterreichs Medizin präsentieren. Bereits seit 2008 sind roboterassistierte Da-Vinci-Chirurgiesysteme im Einsatz, aktuell gibt es sieben davon. Kosten: 1,5 Millionen Euro pro Gerät, für die jährliche Wartung fallen 150.000 bis 180.000 Euro pro Gerät an. Nun sollen weitere OP-Roboter folgen. Wie viele angeschafft werden und wo diese stehen, will Haberlander demnächst bekannt geben. „Das chinesische Prinzip ,Patient first‘ nehmen wir mit: Services müssen sich rund um die Patienten organisieren. KI bietet großes Potenzial, ihnen Wege zu ersparen und Ärzten zu ermöglichen, gezielter für die Menschen da zu sein“, so Haberlander. AH
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