Der Papierhersteller Rondo Ganahl in Frastanz (Vorarlberg) will mit einem Kraftwerk seinen Energiebedarf zu großen Teilen decken. Mit der neuen Anlage wäre aber auch die Versorgung der Region mit Abwärme möglich – ein Schritt in Richtung Energieautonomie, die Frastanz wie auch Vorarlberg anstrebt.
Die Pläne für das neue Reststoff-Kraftwerk des Vorarlberger Unternehmens in Frastanz wurden in den vergangenen Monaten mitunter hitzig in der Öffentlichkeit diskutiert. Wie berichtet, will Rondo Ganahl mit einer neuen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage seinen Erdgasbedarf drosseln – und zwar um drastische 90 Prozent. Diese Reduktion ist nicht zu unterschätzen, denn immerhin macht der Erdgasverbrauch von Rondo Ganahl sieben Prozent des gesamten Gasverbrauchs Vorarlbergs aus. Als Brennstoffe sind Reststoffe aus der eigenen Papierproduktion sowie „unbedenkliche, gewerbliche Reststoffe von Unternehmen aus Vorarlberg“ vorgesehen, wie es von Rondo Ganahl heißt.
Nun würde diese neue Anlage nicht nur für die Papierproduktion Strom und Wärme liefern, sondern die Abwärme könnte für die gesamte Region genutzt werden, was ein Schritt in Richtung Energieautonomie Vorarlbergs wäre. Das Vorhaben wird derzeit geprüft. Der Energiedienstleister illwerke vkw, die Nahwärmeversorger Stadtwerke Feldkirch und die E-Werke Frastanz sehen in den Plänen jedenfalls Potenzial.
Verhandlung wurde vertagt
Zunächst aber steht die nächste UPV-Verhandlung an, der Termin wurde noch nicht fixiert. Am 22. September ging bereits eine solche Verhandlung in Nenzing über die Bühne. Die Verhandlung war auf zwei Tage angesetzt und wurde von der zuständigen Landesbehörde durchgeführt, musste aber schließlich – unter anderem wegen zahlreichen Anträgen von Projektgegnern – vertagt werden.
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