Für Mitte November am Rande des APEC-Gipfels in China zeichnet sich ein Dreiertreffen Putin – Trump – Xi ab: über die Ukraine, ohne die Ukraine und mutmaßlich gegen die Ukraine.
Damit ist Putin am Ziel: in Augenhöhe mit den beiden, obwohl Russland als Juniorpartner Chinas nicht einmal das Niveau von Italien erreicht.
Ziel ist ein Diktatfrieden nach Putins und Trumps Wünschen, welche schon in Alaska formuliert worden waren: Anerkennung der Bodengewinne Russlands, militärische und politische Kastration der Ukraine.
Diktatfrieden haben einen schlechten Ruf. Ja, der Krieg wäre endlich weg, aber der Konflikt damit nicht gelöst. Er kommt oft in anderer Form noch schrecklicher zurück – siehe Diktatfrieden von Versailles und Hitlers Revanchekrieg zwanzig Jahre später.
Putin ist noch nicht der große Sieger: Er hatte voreilig schon den gesamten Donbass (Ostukraine) verfassungsrechtlich an Russland angegliedert, obwohl elf Prozent davon noch gar nicht erobert sind. Dieses Gebiet wird ironisch „Donnyland“ genannt, eine Wortkombination aus Donbass und Donald. Trump hatte Putin das Gebiet bei ihrem Treffen in Alaska bereits versprochen. Donnyland ist von den Ukrainern schwer befestigt, denn von dort wäre der Weg frei bis nach Kiew.
An dem geplanten Dreiergipfel über die Ukraine wird nicht nur das Opfer fehlen, sondern auch der Zahlmeister Europa. Weit haben wir es gebracht!
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