„Ausgeklügelte Tricks“

Immer mehr Phishing-Mails: Ministerium warnt

Web
20.10.2026 19:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Betrüger im Internet versuchen mit ausgeklügelten Maschen, die Österreicher hinters Licht zu führen. Das Finanzministerium warnt vor Fake-Anrufen, Phishing-E-Mails & Co. im Namen von Behörden, mit denen Ganoven an das Geld ihrer Opfer kommen wollen.

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) warnt eindringlich vor „einer steigenden Anzahl von Betrugsversuchen“ im Internet. Die Betrüger fallen mit einer „zunehmenden Professionalität“ auf, die Österreicher müssen aufpassen. „Die Internetbetrüger bedienen sich dabei immer häufiger ausgeklügelter Tricks“, warnt das BMF. Das Ziel der Kriminellen ist es, an persönliche Daten der Opfer zu kommen und sie zu Überweisungen anzustiften.

Die Cyber-Kriminellen „täuschen vor, dass die Nachrichten von offiziellen Stellen der österreichischen Finanzverwaltung stammen“, heißt es vom BMF.  So fälschen die Betrüger zum Beispiel Nachrichten von Finanzamt, Zollamt, Finanzministerium und FinanzOnline.

Bekannte Maschen der Betrüger sind:

  • anstehende Steuerrückzahlungen und Rückerstattungen
  • ausstehender Antrag auf den Klimabonus
  • erforderliche Bestätigung zur Ausbezahlung der Familienbeihilfe
  • verdächtige Anmeldeversuche und notwendige Aktualisierungen bei FinanzOnline
  • offene Forderungen und drohende Pfändungen
  • erforderliche Überprüfungen zusätzlicher Verpflichtungen
  • notwendige Übermittlung von Informationen rund um Krypto-Vermögen

Das Ministerium betont: „Informationen des BMF erfolgen grundsätzlich in Form von digital signierten Bescheiden und werden per Post oder in die FinanzOnline Databox zugestellt.“ Außerdem fordere man die Bürger nie dazu auf, persönliche Daten wie Passwörter, oder Kontoinformationen bekanntzugeben.

So können Sie sich schützen

  • Klicken Sie auf keine Links oder Dateien in Nachrichten, die verdächtig wirken.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten wie Passwörter weiter.
  • Nachrichten mit allgemeinen Anreden wie „Sehr geehrter Kunde“ oder mit sehr kurzen Fristen sind oft unseriös.
  • Fragen Sie im Zweifel bei der betreffenden Stelle nach, ob das E-Mail oder die SMS echt sind.

ÖGK warnt ebenfalls
Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat vor einigen Tagen ebenfalls vor Betrugsversuchen gewarnt. „In den aktuellen Phishing-E-Mails wird den Empfänger*innen eine angeblich ausstehende Leistungsauszahlung in Aussicht gestellt“, warnt die ÖGK. Dafür sollen die Opfer ihre Bankdaten aktualisieren – Geld bekommen sie allerdings keines. „Stattdessen gibt man sensible Kontodaten preis und riskiert, dass diese Daten missbraucht werden.“

Neben gefälschten Nachrichten komme es laut ÖGK auch wieder vermehrt zu verdächtigen Anrufen. Dabei bietet eine meist weibliche Person, die sich auf die Gesundheitskasse beruft, im Rahmen eines Hausbesuchs das Ausprobieren einer kostenlosen Lichttherapie an.

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