Wahrscheinlich hätte in diesem heißen Sommer mancherorts der aufgeweichte Asphalt gereicht, um auf der Straße kleben zu bleiben. Doch trotz Rekordhitze und anhaltender Dürre ließ sich kein Klimakleber blicken.
Zugegeben: Die braucht wirklich niemand mehr. Für die sinnlosen Aktionen der Letzten Generation fand der damalige deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz recht passende Worte: Er bezeichnete sie als „völlig bekloppt“. Binnen kürzester Zeit gelang es den Aktivisten damals, die Gesellschaft gegen sich aufzubringen. Keiner redete mehr über das Klima, alle nur noch über die Kleber. Oder deren nicht minder fragwürdigen Kollegen, die Kunstwerke mit Kartoffelpüree bewarfen.
Zuvor hatte die Bewegung „Fridays for Future“ mit breiter Unterstützung den Klimawandel eigentlich erfolgreich zum Topthema erhoben, das auch Politiker nicht ignorieren konnten. Doch all das machte die Letzte Generation zunichte: Das Klima erhitzte plötzlich nicht mehr nur die Erde, sondern vor allem die Gemüter, der Kampf um den Verbrenner wurde härter als der gegen die Erderwärmung – und Wählerstimmen konnte man mit dem Reizwort „Klima“ auch nicht mehr gewinnen.
Jetzt startete die „Fridays for Future“ -Bewegung ein Comeback, um ihre Anliegen wieder zum Topthema zu machen. Nach diesem Sommer und der Verabschiedung eines Klimagesetzes „ohne Biss“, wie Kritiker meinen, kann dies sogar gelingen – solange sie nicht auf Kleber, sondern auf Lösungsmittel setzt.
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