Bis zu 15 Minderjährige statt acht in den Krisenzentren, ein Aufnahmestopp kurz vor Weihnachten, Messerangriff und Brandversuch in einer Wohngemeinschaft: Zwei Kontrollberichte zeichnen ein desaströses Bild der städtischen Jugendhilfe. Selbst die Stadt räumt ein, dass die Entlastung bisher zu gering ausfällt.
Ein Betreuer wurde mit einem Messer attackiert. Eine Jugendliche versuchte, eine Betreuerin in Brand zu setzen. Ein Mädchen schilderte, zwei Burschen hätten versucht, die Badezimmertür einzutreten, während sie duschte. Kein Krimi, sondern der Alltag in einer Wiener Wohngemeinschaft (WG) der Kinder- und Jugendhilfe (MA 11). Die Kontrolleure der Volksanwaltschaft sahen laut einem aktuellen Bericht zu 2025 dort „keinen sicheren Ort für die schwer traumatisierten Minderjährigen und das Personal“.
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