Rund 1000 Patienten jährlich werden derzeit am LKH Wagna mit dem 2025 in Betrieb genommenen MRT-Gerät „3-Tesla“ diagnostiziert. Die Zahl soll sich bald vervierfachen, die Magnetresonanz-Untersuchung wird für externe Kassenpatienten geöffnet.
Ein am 1. November startendes Pilotprojekt öffnet die Hightech-Röhre nun für externe Zuweisungen. Bisher stand das MRT nur Spitalspatienten zur Verfügung, nun sollen auch Überweisungen aus dem niedergelassenen Bereich berücksichtigt werden.
3000 zusätzliche Termine
Bei bis zu 3000 zusätzlichen Untersuchungen aus dem ambulanten Sektor soll die Kapazität liegen, erklärte Spitalsbetreiber Kages am Montag. Ähnliche Kooperationen mit ÖGK und Ärztekammer laufen bereits an den Standorten Leoben, Hartberg oder Stolzalpe, so der neue Kages-Chef Erich Schaflinger.
Der Vorteil liege darin, „Patienten besser und rascher mit wichtigen Diagnosen zu versorgen“. Finanzvorstand Ulf Drabek weist auf die dadurch massiv gesteigerte Auslastung der teuren Apparatur hin. „Die Situation war bisher nicht ganz befriedigend: Wir haben ein topmodernes Gerät, das aber nicht für alle zugänglich ist“, betont auch Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP).
Versuchsballon soll dauerhaft etabliert werden
Das Projekt läuft vorerst bis Ende 2027. Im Erfolgsfall soll es nicht dabei bleiben: „Unser Ziel ist es, auf Basis der begleitenden Evaluierung dieses Pilotprojekt zu einer dauerhaften Einrichtung zu machen“, sagt ÖGK-Landesstellenchef Josef Harb. Termine werden ab sofort vergeben, die Zuweisung erfolgt durch die niedergelassenen Ärzte aus der Region Südweststeiermark.
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