Nach langer Suche

Neue Tierärztin sorgt für Sicherheit im Tal

Kärnten
19.10.2026 16:00

Zwei lange Jahre war das Lesachtal quasi ohne Tierarzt, jetzt versorgt die gebürtige Rumänin Andreea Rusu Nutz- und Kleintiere. Der Weg zur „hauseigenen“ Veterinärin war aber kein einfacher...

Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist gerade im ländlichen Raum oft der springende Punkt. Denn, wie lebenswert sind Regionen noch, wenn Geschäfte, Wirtshäuser oder die medizinische Versorgung fehlen? Und wie sollen Landwirte wirtschaften, wenn es bereits bei der Suche nach dem Tierarzt scheitert?

Im Lesachtal mussten Bewohner und Landwirte einige Zeit bangen, bis nun endlich wieder eine gesicherte veterinärmedizinische Versorgung gewährleistet ist. Wie berichtet, arbeitet seit Kurzem eine neue Tierärztin in einem der schönsten Täler Kärntens: Die gebürtige Rumänin Andreea Rusu hat bereits einige Jahre in ihrer Heimat als Veterinärmedizinerin gerarbeitet. Nach zwei Jahren übernimmt sie ab sofort die Versorgung von Groß- und Kleintieren.

Ganz so einfach war der Weg nach Kärnten aber nicht. Bauernbund Bezirksobfrau Kathrin Unterweger und Bauernbundobmann Andreas Stabentheiner haben sich mit großem Einsatz starkgemacht für die Neo-Lesachtalerin. Trotz EU-Mitgliedschaft Rumäniens ist die Anstellung der Medizinerin in Österreich nämlich nicht ganz ohne bürokratischen Aufwand vom Tisch gegangen.

Region hält zusammen
Rusu ist mitsamt ihrer Familie ins Lesachtal gezogen. Auch für eine entsprechende Unterkunft wurde – typisch Lesachtal – gemeinsam gesorgt! „Für unsere bäuerlichen Familienbetriebe ist eine verlässliche tierärztliche Versorgung unverzichtbar. Das gilt selbstverständlich auch für alle anderen Tierhalter im Lesachtal. Deshalb freut es mich sehr, dass wir mit Dr. Andreea Rusu eine Tierärztin für unsere Region gewinnen konnten“, betont Bauernbundobmann Andreas Stabentheiner. Sogar an den Deutsch-Kenntnissen wird jetzt dank vieler Unterstützer fleißig gearbeitet. 

Stabentheiner: „Mein besonderer Dank Bürgermeister Bernhard Knotz, Kathrin Unterweger und allen weiteren Beteiligten, die sich für diese Lösung eingesetzt haben.“ Das Ereignis zeige, was durch Zusammenarbeit und persönlichen Einsatz erreicht werden könne.

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