Am Sonntagabend ist eine Maschine der AUA nach einer Bombendrohung in Sofia zwischengelandet. „Im Zuge der Durchsuchung konnte keine Gefährdung festgestellt werden“, gab die AUA am Montag Entwarnung. Mittlerweile hat sich auch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) mit Details an die Öffentlichkeit gewandt.
Der Verfassungsschutz ermittle zu den Hintergründen, sagte der Minister, die Drohung sei telefonisch am Flughafen Wien eingelangt. Er bedankte sich bei einem Medientermin mit seinem bulgarischen Amtskollegen Iwan Demerdschiew „ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit“. Die bulgarischen Sicherheitsbehörden hatten das Flugzeug nach der Landung in Sofia am Sonntagabend umfassend durchsucht, bevor es seine Reise fortsetzen und in den frühen Morgenstunden sicher in Wien landen konnte.
„Mein besonderer Dank gilt den bulgarischen Sicherheitsbehörden für die rasche, professionelle und ausgezeichnete Zusammenarbeit. Dieser Vorfall unterstreicht einmal mehr die Bedeutung einer engen internationalen Zusammenarbeit unserer Sicherheitsbehörden“, sagte Karner.
Wie die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtete, hatten die Austrian Airlines (AUA) eine Warnung vor einer Bombe erhalten – und zwar von einem Österreicher, der selbst nicht an Bord des Flugzeugs war. Daraufhin wurde die Maschine, die auf dem Weg vom israelischen Tel Aviv nach Wien war, umgeleitet. Das Flugzeug trat in den rumänischen Luftraum ein, drehte nach Süden ab und flog in Richtung Bulgarien zurück.
Hier sehen Sie ein Posting zu dem Vorfall:
Notsignal abgegeben
Laut der Flugdatenplattform ADS-B Exchange gab die AUA-Maschine zur gleichen Zeit ein Notsignal ab. Die bulgarische Luftwaffe schickte daraufhin einen Kampfflieger, um das Linienflugzeug zu begleiten. Am Sonntagabend um 20.42 Uhr (MESZ) landete der Flug mit 57 Personen an Bord, darunter 51 Passagierinnen und Passagieren sowie sechs Crewmitgliedern, schließlich sicher in Sofia. In der Nacht wurde der Flug noch nach Wien weitergeführt.
Anfang vergangener Woche hatte ein von der griechischen Insel Korfu kommendes Linienflugzeug versehentlich den Code 7500 gesendet, der auf eine Flugzeugentführung hinweist. Zudem war der Pilot zeitweise über Funk nicht erreichbar. Daraufhin begleiteten vorsorglich zwei Militärflugzeuge der deutschen Bundeswehr die Linienmaschine auf ihrem Weg zum Flughafen Nürnberg. Eine Überprüfung nach der sicheren Landung ergab laut Polizei aber keine Gefahr.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.