Aus ihrer Feder stammen Literatur-Hits wie Bibi Blocksberg, oder Benjamin Blümchen. Und überhaupt, Autorin Elfie Donnelly hat viel zu erzählen. Und das nicht nur, weil sie gerade ihren neuesten Streich promotet. Bei ihrem Besuch im „Krone“-Newsroom zeigte sie sich als Frau mit Meinung, Haltung und sehr empathisch.
Das gibt es nicht alle Tage: Elfie Donnelly, Erfinderin von Kult-Literatur zu Gast in ihrer Heimat und dann gleich auf Besuch in der „Krone“ in Wien. Bibi Blocksberg, oder Benjamin Blümchen, es sind generationsübergreifende Phänomene, die aus der Feder, der auf Ibiza lebenden, Autorin stammen.
„Weltfrieden und Erderwärmung“
Als ehemalige Journalistin freute sie sich über einen Rundgang durch den Newsroom, plauderte offen über ihr Leben, ihre Einstellungen und ihr neues Buch, Barabrixa Lunafax, „Es ist aber kein Kinderbuch, es ist ab 12 Jahren geeignet“, erklärte sie. Ebenso machte sie sofort klar, welche Wunsch-Schlagzeilen sie gerne in einer Zeitung lesen wollen würde: „Ganz klar, die eine wäre ,Weltfrieden ausgebrochen!‘ und darunter gleich noch ,Erderwärmung gestoppt!‘“ Klare Kante also. Und klare Meinung!
Kognitive Dissonanz
Besonders die deutsche AFD-Chefin bringt sie auf die Palme: „Alice Weidel, wenn ich die sehe, muss ich echt aufpassen wir alle wollen keinen Hass. Aber was sie hat, ist eine Kognitive Dissonanz. Ich habe mich ein bisschen auf sie eingeschossen – tut mir leid, Frau Weidel. Es gibt natürlich noch andere, die ähnlich agieren wie sie – gegen ihre eigenen Überzeugungen.“
PS.: Donnelly (76) ist seit Kurzem bei Instagram online: „Ich finde das lustig. Es ist fast wie ein Spiel.“ TikTok hat sie jedoch noch nicht für sich entdeckt und war demnach überrascht zu hören, dass es einen Bibi-Blocksberg Account mit fast 84.000 Abonnenten gibt. Dieser spielt ganz bewusst mit den feministischen und gesellschaftskritischen Themen der Serie, die eventuell erst im Erwachsenenalter bewusst werden.
Ob Donnelly diese Kritik damals schon bewusst in ihre Geschichten eingearbeitet hat? „Überhaupt nicht. Feministisch war das damals das Zeichen der Zeit, dass das gerade losgegangen ist. Ich habe in Berlin gelebt und da gab es eine sehr starke Frauenbewegung.“ Auf Krampf die Feministin raushängen lassen wollte sie jedoch auch nicht: „Ich habe mir nicht überlegt, dass ich jetzt unbedingt etwas Feministisches schreiben muss. Sondern es war mein innerstes Bedürfnis auch.“
Hex, hex und weg war sie.
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