19-Jähriger verhaftet

USA: Teenager plante Attentat auf Hindu-Tempel

Ausland
15.10.2026 08:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

 Ein 19-jähriger mutmaßlicher Neonazi ist wegen eines anscheinend in letzter Sekunde gescheiterten Anschlags auf einen Hindu-Tempel im US-Bundesstaat Illinois verhaftet worden. Medienberichten zufolge scheiterte der Anschlagsversuch letztlich nur daran, dass am Tatort das Gewehr des jungen Mannes klemmte.

Wie erst jetzt bekannt wurde, war der mutmaßliche Rechtsextremist schon am Sonntag beim Verlassen seines Zuhauses – er wohnte laut Medienberichten noch bei seiner Mutter – festgenommen worden. Offenbar war er zuvor unverrichteter Dinge vom Tempel zurückgekehrt, nachdem seine Schusswaffe dort aus technischen Gründen den Dienst versagt hatte. Am Mittwoch wurde er dann einem Haftrichter vorgeführt, abends (Ortszeit) veröffentlichte die Polizei schließlich eine offizielle Mitteilung zu dem Fall. An den Ermittlungen sind auch Bundespolizisten des FBI beteiligt.

Hier wird der 19-Jährige verhaftet:

Der Tempel soll zum Zeitpunkt des Anschlagsversuchs am Sonntag voller Besucher gewesen sein. Medienberichten zufolge beschrieb der Teenager in dem achtseitigen „Manifest“ das Ziel, so viele Menschen wie möglich zu töten, und nahm seinen eigenen Tod dabei ausdrücklich in Kauf.

Anschlag zwei Jahre lang vorbereitet
Er habe sich selbst als „soziopathischen White-Supremacist-Neonazi“ bezeichnet und den Anschlag laut Gerichtsunterlagen zwei Jahre lang vorbereitet. Den Ermittlern zufolge leidet er unter psychischen Problemen. Der entscheidende Hinweis auf den Tatverdächtigen kam nach Polizeiangaben von einem Informanten, den der Teenager in seine Attentatspläne eingeweiht hatte. Bei dem Informanten handelte es sich den Angaben zufolge um einen Arbeitskollegen des Teenagers bei einem Fast-Food-Restaurant.

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