Das System der Stromnetzentgelte wird nach 25 Jahren grundlegend reformiert. Ab 1. Jänner 2027 gelten neue Regeln, die vor allem Haushalte mit E-Autos, Wärmepumpen und PV-Anlagen betreffen. Wer seinen Stromverbrauch flexibel gestaltet und Verbrauchsspitzen vermeidet, profitiert. Wer hingegen viel Strom gleichzeitig benötigt, muss mit höheren Kosten rechnen.
Das heimische Stromsystem hat sich grundlegend gewandelt – nun sollen auch die Netztarife nachziehen. Mit 1. Jänner 2027 gilt dazu eine neue Verordnung. Sie bringt vor allem für Haushalte mit höherer Netznutzung durch E-Auto, Wärmepumpen oder Photovoltaik-Anlagen Änderungen. „Die Energiewende braucht neue Regeln“, so E-Control-Vorstand Michael Strebl.
Ziel sei es, die Netz besser auszulasten, Verbrauchsspitzen zu reduzieren und so teure Investitionen einzubremsen. 300 Millionen Euro im Jahr könnten dadurch eingespart werden, rechnet die E-Control vor. Die Netzkosten selbst sollen künftig stärker danach verteilt werden, wie intensiv das Netz genutzt wird. Dazu hat man folgende Punkte fixiert:
Damit sollen neue Anlagen bevorzugt dort entstehen, wo das Stromnetz noch Kapazitäten hat. Für kleinere PV-Anlagen bis 15 kWp auf einem bestehenden Netzanschluss entfällt der pauschale Anteil des Netzanschlussentgelts.
Jedenfalls gibt es für die Netzanbieter Übergangsfristen. Sie haben bis Mitte des Jahres 2028 Zeit, schrittweise auf das neue Leistungspreismodell umzusteigen. Für die Haushalte gibt es eine Infokampagne.
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