Gefahr war „todernst“
Anschlagsalarm um Tusk – Verdächtiger festgenommen
Ein Mann soll mit einem Attentat gedroht haben, nun ist er festgenommen worden. Polens Ministerpräsident Donald Tusk bestätigte die Festnahme am Sonntag auf X. Zuvor hatten Hinweise auf mögliche Anschlagspläne gegen die polnische Regierungsspitze die Sicherheitsbehörden alarmiert.
„Der Mann, der mit einem Attentat gedroht hat, wurde festgenommen. Ich danke den Polizisten für ihr schnelles und entschlossenes Handeln“, schrieb Tusk auf der Plattform X. Weitere Angaben zu dem Verdächtigen oder den konkreten Umständen der Festnahme machte er in seiner Mitteilung nicht.
Sicherheitsbehörden stuften Gefahr als „todernst“ ein
Die polnischen Sicherheitsbehörden hatten am Sonntag eine Sondersitzung einberufen. Hintergrund waren Informationen über einen möglichen Anschlag auf Tusk und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz, der zugleich Vize-Regierungschef ist.
Ein Sprecher der Sicherheitsbehörden erklärte, er könne zwar keine Einzelheiten nennen, die Bedrohung werde jedoch als „todernst“ eingestuft. „Wir gehen von einer hohen Wahrscheinlichkeit aus, dass diese Bedrohungen in die Tat umgesetzt werden“, sagte er.
Der Staatliche Schutzdienst (SOP), der für die Sicherheit von Regierungsmitgliedern zuständig ist, hatte nach Angaben einer Sprecherin des Innenministeriums eine E-Mail mit Informationen über den möglichen Anschlag an die Polizei weitergeleitet.
Polen bereits in Alarmbereitschaft
Polen befindet sich wegen einer Serie von Messerattacken an Schulen bereits offiziell im Alarmzustand. Erst am Donnerstag kam dabei ein Hausmeister ums Leben.
Das EU- und NATO-Mitglied zählt zudem zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine. Das Land dient als bedeutender Umschlagplatz für militärische und humanitäre Hilfsgüter für das von Russland angegriffene Nachbarland.

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