Aus Spital entlassen

Gescheiterte Hinrichtung: Pike zurück im Gefängnis

Ausland
10.10.2026 17:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zwei Dosen eines tödlichen Mittels überlebt, mehrere Tage im Krankenhaus – nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch in Tennessee ist Christa Pike wieder zurück im Gefängnis. Die 50-Jährige soll dort weiter medizinisch betreut werden.

Pike war am 30. September im US-Bundesstaat Tennessee durch eine tödliche Injektion hingerichtet werden sollen. Der Versuch scheiterte, obwohl ihr zwei Dosen des Betäubungsmittels Pentobarbital verabreicht worden waren. Anschließend wurde die zum Tode verurteilte Frau in ein Krankenhaus gebracht, in dem sie seither behandelt wurde.

Wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf eine Erklärung ihrer Anwälte berichtet, wurde Pike inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen und in das Deborah K. Johnson Rehabilitation Center zurückgebracht. In dem Frauengefängnis war sie bereits seit 30 Jahren untergebracht.

Pike bedankt sich bei Ersthelfern und Ärzten
Ihre Anwälte erklärten am Samstag, Pike sei den Ersthelfern und dem medizinischen Team für die Versorgung unter diesen außergewöhnlichen Umständen dankbar. Sie werde weiterhin im Gefängnis medizinisch betreut. Ihre Genesung solle weiter beobachtet werden.

Pike war wegen des Todes ihrer damaligen Mitschülerin Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Die Tat ereignete sich 1995. Slemmer war geschlagen und mit einem Messer verletzt worden. Die geplante Hinrichtung am 30. September konnte nicht vollzogen werden.

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