Nach der Kritik von „Vier Pfoten“ an ausgestellten Tieren in Tulln (Niederösterreich) reagiert nun mit dem Österreichischen Kynologenverband der Veranstalter der Hundeschau. Er betont die tierärztlichen Überprüfungen und fordert eine individuelle Beurteilung. Die Auswertung läuft noch.
Kurze Schnauze, viele Hautfalten – ist ein Hund deshalb krank? Darüber streiten „Vier Pfoten“ und der Österreichische Kynologenverband (ÖKV). Nach der Tullner Hundeschau warfen die Tierschützer dem Verband als Veranstalter vor, Tiere mit Qualzuchtmerkmalen ausgestellt zu haben.
Mit Verspätung nimmt der ÖKV nun zu den Vorwürfen Stellung. Er verweist auf tierärztliche Kontrollen an den Eingängen und auf dem Ausstellungsgelände. Drei Amtstierärzte hätten das Zugangskonzept überprüft. Bei den Kontrollen seien auch Haltung und Umgang mit den Hunden geprüft worden.
Nicht allen Hunden wurde Zutritt gewährt
Nicht geeigneten Hunden sei der Zutritt verwehrt worden oder es seien andere Maßnahmen gesetzt worden, erklärt der Verband. Die Auswertung der Kontrollen läuft allerdings noch.
Bei der Bewertung der Tiere müsse zudem genau hingesehen werden: Neben Nasenlänge und Hautfalten lasse auch die Rassezugehörigkeit allein keine belastbare Gesundheitsbeurteilung zu. „Entscheidend ist daher immer die Beurteilung des einzelnen Hundes“, betont Büroleiterin Alexandra Messner.
Alle Veranstaltungen des ÖKV würden weiters einen behördlichen Genehmigungsprozess durchlaufen. „Darüber hinaus steht der ÖKV laufend im Austausch mit Veterinärmedizin, Kynologie, Wissenschaft und Behörden, um Kontrollstandards weiterzuentwickeln und neue fachliche Erkenntnisse in die Praxis einfließen zu lassen“, erklärt Messner.
Größere Ausstellung steht 2027 bevor
Einheitliche, messbare Kriterien wären auch aus Verbandssicht wünschenswert. Das gilt insbesondere mit Blick auf die noch größere World Dog Show, die 2027 in Tulln stattfinden wird.
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