Nach Drohnenangriff
Suche nach Seeleuten in Bulgarien eingestellt
Vor der bulgarischen Küste ist ein Handelsschiff nach einem Drohnenangriff untergegangen. Nun wurde die Suche nach den vermissten Seeleuten eingestellt. Es gebe keine Spur von ihnen, sagte der Leiter des bulgarischen Koordinierungszentrums für maritime Noteinsätze, Rumen Nikolov.
Zur Zahl der Vermissten machten die Behörden keine Angaben. Keiner der Seeleute des gesunkenen Schiffs „Alfa Watean“ konnte lebend oder tot geborgen werden. Ein bulgarisches Frachtportal berichtete von zehn Personen, die an Bord des Handelsschiffs gewesen seien, das unter togolesischer Flagge gefahren sei.
Bei dem Drohnenangriff in der Nacht auf Dienstag war neben der „Alfa Watean“ noch ein weiteres Handelsschiff vor der bulgarischen Küste getroffen worden. Auch diesem brach laut den Behörden ein Feuer aus, die 18-köpfige Crew konnte jedoch in Sicherheit gebracht werden.
Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew verurteilte den Drohnenangriff als „eklatanten Verstoß gegen das Seerecht und allgemein gegen die Regeln der Schifffahrt“. Wer die Drohnen abgefeuert hatte, war zunächst unklar. Nikolov sagte, er habe „keine Informationen“ dazu, ob bei dem Einsatz Drohnentrümmer gefunden worden seien oder nicht.
Seit Kriegsbeginn in der Ukraine vor viereinhalb Jahren ist das Schwarze Meer immer wieder Schauplatz von Drohnenvorfällen. Laut der türkischen Handelskammer für Seefahrt (IMEAK) wurden seit Februar 2022 226 Schiffe angegriffen, der Großteil davon in diesem Jahr.

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