Von Oxford nach Wels

Älteste Elite-Uni der Welt forscht im Tiergarten

Oberösterreich
08.10.2026 09:15

Besuch aus Oxford erhielt der Welser Tiergarten. Eine 27-jährige Studentin  aus England schreibt ihr Doktorarbeit über das Verhalten von Keas, Primaten und Kindergartenkindern und suchte sich für Forschungszwecke den ältesten Tiergarten Oberösterreichs aus. 

Der älteste Tiergarten Oberösterreichs und die älteste Universität der englischsprachigen Welt haben zueinander gefunden. Im Rahmen einer Doktorarbeit erforscht die Engländerin Isobelle Hawkins von der Elite-Uni Oxford das Verhalten der im Welser Zoo untergebrachten Keas und Primaten sowie der Kinder im nahe gelegenen Herminenhof-Kindergarten.

Gyula Gajdon (re.), zoologischer Leiter, mit Stadtrat Thomas Rammerstorfer.
Gyula Gajdon (re.), zoologischer Leiter, mit Stadtrat Thomas Rammerstorfer.(Bild: Markus Wenzel)

„Es gibt einige Parallelen, etwa die Neugier oder wie sie gewisse Entscheidungen treffen“, erzählt die 27-jährige Wissenschafterin, die noch am Beginn ihrer Arbeit steht. „Die Bedingungen sind fantastisch und übertreffen alle Erwartungen, die ich über die tolle Kooperation der Salzburger Universität mit dem Welser Tiergarten gehört habe“, ist die Britin angetan. Gemeinsam mit ihrer Assistentin Celina Jung (24) aus Hamburg hat sie sich auch in Wels umgesehen.

Im Tiergarten wurde ein eigener Raum für die Zwecke der Forschung errichtet.
Im Tiergarten wurde ein eigener Raum für die Zwecke der Forschung errichtet.(Bild: Markus Wenzel)

„Uns wurde gesagt, es sei nicht viel los. Das stimmt überhaupt nicht. Wir lieben die Spaziergänge an der Traun, das Eis in der Stadt schmeckt sensationell, und alles ist so sauber“, schwärmt Hawkins. Beeindruckt ist sie auch vom Gratis-Eintritt im Tiergarten. „So etwas gibt es in England nicht. Bei uns sind die Besucher auch viel weiter weg von den Tieren. Gerade junge Besucher können von dieser Nähe noch viel mehr lernen und mitnehmen.“

Auch Tiergartenreferent und Grünen-Stadtrat Thomas Rammerstorfer weiß die Bedeutung des Besuchs aus England zu schätzen: „Wir sind auf diese Kooperation mit Oxford, der bedeutendsten Bildungseinrichtung der Welt, natürlich recht stolz.“ Gyula Gajdon, der zoologische Leiter, fügt hinzu: „Der Forschungsauftrag wird hier auf besonders eindrucksvolle Art erfüllt.“

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