Mehrere Tote
An Putins Geburtstag: Massive Angriffe auf Kiew
Russland hat die Ukraine am frühen Mittwochmorgen mit massiven Luftangriffen überzogen. Wohnhäuser wurden getroffen, es gibt mehrere Tote. Die Attacken fielen mit dem 74. Geburtstag des russischen Staatschefs Wladimir Putin zusammen.
Bei dem nächtlichen Großangriff wurde die ukrainische Hauptstadt von mehreren Raketen getroffen. Mindestens zwei Menschen wurden laut Bürgermeister Vitali Klitschko dabei getötet. Sie seien in den Trümmern von Garagen im östlichen Stadtteil Darnyzja gefunden worden. Zwei weitere Menschen seien dort lebend geborgen worden.
Viele Explosionen zu hören
In Kiew waren in den frühen Morgenstunden zahlreiche Explosionen zu hören, berichteten Reporter des Portals „Kyiv Independent“. „Die Raketen schlagen eine nach der anderen ein. Soweit ich zählen kann, sind es mindestens zehn bis zwölf Explosionen. In der Innenstadt ist es ziemlich laut“, wurde ein Reporter zitiert.
Klitschko berichtete von einem Angriff auf Gebäude im Bezirk Obolon, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Im Bezirk Podil seien Lagerhallen getroffen wurden. Das russische Militär berichtete in Moskau von gezielten Angriffen auf Produktionsstätten des Raketen- und Drohnenproduzenten Fire Point in Kiew und anderen Städten.
Selenskyj warnte vor „massivem Angriff“
Die russischen Streitkräfte setzten nach Angaben ukrainischer Militärblogs bei dem Angriff eine Vielzahl von ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen ein. Die ukrainische Bevölkerung war auf die Attacke eingestellt, denn Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Vorabend eindringlich davor gewarnt.
Auch die Industriestadt Dnipro wurden demnach massiv beschossen. In der nordukrainischen Stadt Pryluki trafen Raketen einen mehrstöckigen Wohnblock. Es gebe Tote und Verletzte, berichtete die Polizei des Gebiets Tschernihiw. Eine Zahl wurde nicht genannt. Auch in Krementschuk im zentralukrainischen Gebiet Poltawa wurde ein Wohnhaus von einer russischen Rakete getroffen. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.
Russische Drohne trifft Polizeiauto
Am Dienstag hatte es bereits mehrere russische Drohnenangriffe im Osten der Ukraine gegeben. Beim Einschlag einer Drohne in ein Polizeiauto in Kramatorsk kam ein Polizist ums Leben. Drei weitere Polizeibeamte seien bei dem Angriff verletzt worden, teilte der regionale Polizeichef Olexander Biloschizkyj auf Facebook mit. „Es fällt schwer, Worte zu finden, wenn man einen der Seinen verliert“, schrieb er. Kramatorsk gehört zum ukrainischen Festungsgürtel, der seit Monaten schweren Angriffen der russischen Militärs widersteht.
Angriff bei Odessa
Bei einem russischen Angriff auf eine belebte Landstraße bei Odessa im Süden der Ukraine wurden mindestens fünf Menschen verletzt. Mehrere Fahrzeuge, hauptsächlich Sattelschlepper, seien beschädigt worden, berichtete der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram.

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